Wie wäre es, wenn wir Ihnen
die Arbeit abnehmen?



Informieren Sie sich über unsere
neuen Serviceangebote!

Vorteile für Käufer:

DieRedaktion.de bietet die besten Profis zu einem fairen Preis

  • Sie kaufen direkt, ohne Provision
  • Content nur von ausgesuchten Profis
  • Lizenzsicherheit garantiert, keine versteckten Kosten
  • Hier finden Sie genau den richtigen Profi für Ihr Themengebiet
Jetzt als Käufer anmelden
Käufer

"Mein Optimierungsprinzip:
aus Überschussbeiträgen
Deckungsbeiträge machen."

Harald Rauh, Verleger
Schiele & Schön GmbH

Jetzt kostenlos anmelden

DieRedaktion.de steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung. Registrieren Sie sich jetzt, in wenigen Schritten.

Jetzt registrieren

Sie fühlen sich nicht angesprochen?

Wenn Sie hier sind, um Ihre Inhalte zu
verkaufen, dann klicken Sie einfach hier

Verkäufer

Aktuelle Artikel

Verschlusssache Abitur

Aus dem Ressort »Bildung > Schule«. Preis: 230,00 €

Was waren wir neugierig, damals, im Sommer 2004. Das Abi in der Tasche, die Welt zu unseren Füßen. Und nie wieder Prüfungen, zumindest fühlte es sich so an. Nur die letzten, bis dato wichtigsten Klausuren in unserem Leben hätten wir gerne noch einmal gesehen. Doch daraus wurde nichts. „Ihr dürft erst in zehn Jahren auftauchen“, warnten uns die Lehrer. Warum? So sei das eben in NRW. ... Heutige Abiturienten, so sagen es mehrere zuständige Ministerien, müssen nicht mehr ein ... Artikel ansehen

Sind Kampfdrohnen laut Völkerrecht Pflicht?

Aus dem Ressort »Politik & Gesellschaft > Deutschland > Bundespoltik«. Preis: 100,00 €

Bremen/Delmenhost, 27. Juli 2014. Der Einsatz bewaffneter Drohnen könne gemäß Völkerrecht verpflichtend sein, sagt der Politikwissenschaftler Wolgang Richter. Er forscht bei der "Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) - Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit" zu den Themen europäische Rüstungskontrolle und OSZE, bis März 2009 hatte sich er als Generalstabsoffizier der Bundeswehr mit Rüstungskontrolle beschäftigt. Jet-Angriff auf Eisenbahn Kampfdrohnen ... Artikel ansehen

Äpfel verbessern bei jungen Frauen das Sexleben

Aus dem Ressort »Gesundheit > Ernährung«. Preis: 74,76 €

»An apple a day keeps the doctor away«, doch täglich einen Apfel essen, hält nicht nur den Doktor fern, sondern kann bei jungen Frauen wesentlich das Sexleben verbessern. Denn Äpfel enthalten eine Substanz, die das sexuelle Verlangen (Libido) erhöhen können. Artikel ansehen

Wirkung von Asthma-Medikamenten von biologischer Uhr abhängig

Aus dem Ressort »Gesundheit > Physische Erkrankungen«. Preis: 114,99 €

Fragen Sie sich manchmal, warum Ihr Asthma-Medikament nicht gut wirkt, obwohl Sie es nach Vorschrift anwenden? Das könnte mit Ihrer biologischen Uhr zusammenhängen, glauben Wissenschaftler der Universität Manchester. Sie haben entdeckt, warum Medikamente zur Behandlung von Asthma und Lungenentzündung wirkungslos werden können. Artikel ansehen

Urlaubsfotos: Wie Sie Ferien-Erinnerungen möglichst lange wach ...

Aus dem Ressort »IT & Technik > Foto«. Preis: 45,00 €

Im digitalen Zeitalter passiert das häufig: Man knipst im Urlaub die Familie, die Freunde, die Landschaft. Vielleicht lädt man zuhause die Bilder noch auf den Computer. Doch dann verstauben sie auf der Festplatte. Und sucht man schließlich doch nochmals danach, dann findet man sie oft nicht wieder oder hat sie gar schon gelöscht. Das muss nicht sein. Artikel ansehen

Unsere Servicepakete

DieRedaktion.de
unterstützt sie.

Mehr erfahren

Auf einen Blick.

DieRedaktion.de
Der neue Online-Marktplatz für Qualitätsjournalismus. Direkt, effektiv, unabhängig.

Video ansehen

Video

CROWDSOURCINGBLOG.DE präsentiert

Socialmediapunch.de sammelt die größten Aufreger der letzten Jahre

Aufreger, plötzliche Massenbewegungen - das Soziale Web bringt so einige Kuriositäten mit sich. Manches Mal nervig, oft genug lustig und ab und an mit ernstzunehmenden Konsequenzen für die Betroffenen... mehr

Die Redaktion meets CrowdsourcingBlog.de

DieRedaktion.de und CrowdsourcingBlog.de vertiefen ihre Zusammenarbeit und erarbeiten aktuelle und neue Themenfelder für zukunftsorientierten Journalismus. Crowdsourcing von Qualitätsinhalten spielt dabei ebenso eine Rolle wie die digitale Weiterverwertung von Beiträgen.

Bürgerjournalismus - Erfolgreiche Beispiele contra mangelnde Akzeptanz

Dank Web 2.0 ist der User schon lange nicht mehr bloßer Rezipient - er kann auch aktiv als Sender und Ersteller von Inhalten in Erscheinung treten, ganz egal an welchem Ort er sich befindet. Ob per privaten Blog oder reinem Microjournalismus via Twitter: jeder ... mehr

Von Wikis und Whistleblowing: wie Journalisten die Intelligenz der Masse für sich nutzen

Nicht nur die Wikipedia ist willkommenes Erst-Recherche Tool für viele Journalisten. Zaghaft wächst auch das grundlegende Verständnis für Schwarm-Phänomene. Deutsche Redaktionen nehmen die Wikis inzwischen nicht nur als Informationsquelle, sondern auch ...  mehr

Pay as you read? Alternative Finanzierungsformen für redaktionelle Inhalte

Sinkende Absatzzahlen, schrumpfende Werbeeinnahmen und obendrein Kleinanzeigen, die immer mehr auf die entsprechenden Online Portale abwandern: Die Finanzierungsgrundlagen für unabhängig Journalismus sind zwar noch lange ...  mehr

Fact-Checking: Für eine bessere Qualität im Journalismus

Die immer schneller werdende Verbreitungsgeschwindigkeit von Informationen ist eine der positiven Erscheinung, die dank der ausgefeilten Technik des 21. Jahrhunderts gefördert wurde und wird. Doch vor allem für Journalisten bedeutet diese Entwicklung, dass aufgrund des hohen, täglichen Nachrichtenstroms ...  mehr

Haben wir Sie überzeugt?
Dann melden Sie sich kostenlos an:

Jetzt kostenlos anmelden

DieRedaktion.de steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung. Registrieren Sie sich jetzt, in wenigen Schritten.

Jetzt registrieren

Vorteile für Verkäufer:

DieRedaktion.de hat das größte Netz- werk von internationalen Käufern.

  • Umgehende Zahlung des Honorars garantiert
  • Sie bestimmen den Preis und Nutzungskon- ditionen - ganz einfach
  • Rechtssicherheit durch Lizenzmanagement
  • Auftragsmatching und Benachrichtigung - auf Wunsch per SMS
Verkäufer

Dr. Hajo Schumacher,
freier Journalist

Jetzt kostenlos anmelden

DieRedaktion.de steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung. Registrieren Sie sich jetzt, in wenigen Schritten.

Jetzt registrieren

Sie fühlen sich nicht angesprochen?

Wenn Sie hier sind, um Inhalte zu
kaufen, dann klicken Sie einfach hier

Käufer

Aktuelle Aufträge

Artikel Die besten Apps zum Bundesliga-Start für iOS / Android (SEO)

Aus dem Ressort »IT & Technik«. Preis: 70,00 €

SVI-Publishing Services schreibt für einen Kunden, einen bekannten deutschen Verlag, folgende Leistung aus: Artikelerstellung Die besten Apps zum Bundesliga-Start für iOS und Android Hintergrund Unser Kunde verlegt verschiedene Magazine und betreibt diverse Websites. Diese Websites werden nach dem Bedarf der User mit Content befüllt. Dabei spielt gerade die Suchmaschinenoptimierung eine ganz wesentliche Rolle. Leistung ... Artikel ansehen

Suche freie Journalisten (Bereiche Medizin und Pharmazie) für Projekte

Aus dem Ressort »Gesundheit«. Preis: 3.000,00 € VHB

Ich suche nicht für einen einzelnen Auftrag, sondern vergebe regelmäßig Aufträge mit unterschiedlichem Umfang. Beachten Sie daher die Angabe zu Zeichen und Honorar nicht (es läßt sich nicht anders eingeben). Wir wollen ein kleines Team (3-4 Journalisten) aufbauen. Gesucht werden Journalisten die für Pharmazeuten und PTAs schreiben können. Auch im Bereich Medizin und Medizinprodukte benötigen wir Unterstützung. Es werden vorwiegend Supplemente (4, 6 ... Artikel ansehen

Unsere Servicepakete

DieRedaktion.de
unterstützt sie.

Mehr erfahren

Auf einen Blick.

DieRedaktion.de
Der neue Online-Marktplatz für Qualitätsjournalismus. Direkt, effektiv, unabhängig.

Video ansehen

Video

CROWDSOURCINGBLOG.DE präsentiert

Socialmediapunch.de sammelt die größten Aufreger der letzten Jahre

Aufreger, plötzliche Massenbewegungen - das Soziale Web bringt so einige Kuriositäten mit sich. Manches Mal nervig, oft genug lustig und ab und an mit ernstzunehmenden Konsequenzen für die Betroffenen... mehr

Socialmediapunch.de sammelt die größten Aufreger der letzten Jahre

Aufreger, plötzliche Massenbewegungen - das soziale Web bringt so einige Kuriositäten mit sich. Manches Mal nervig, oft genug lustig und ab und an mit ernstzunehmenden Konsequenzen für die Betroffenen... mehr

Aufruhr im Social Web: Socialmediapunch.de sammelt die größten Aufreger der letzten Jahre

Aufreger, plötzliche Massenbewegungen – das Soziale Web bringt so einige Kuriositäten mit sich. Manches Mal nervig, oft genug lustig und ab und an mit ernstzunehmenden Konsequenzen für die Betroffenen. Denn mehr Transparenz geht kaum noch. Aber wie war das nochmal, damals als…???

Um genau das zu dokumentieren greift der "Social Media Punch" vergangene und aktuelle Geschehnisse auf, die im Social Web aus den unterschiedlichsten Gründen für Aufsehen gesorgt haben und bereitet sie redaktionell in Form von Blog-Artikeln auf. Dabei werden von der Zentralredaktion eine feste Anzahl von Themen vorgegeben und diese in chronologischer Reihenfolge Stück für Stück aufgerollt.

Die Themen reichen von amüsanten Web-Ereignissen, wie den ZDF-Twitterern Marco Bereth und Michael Umlandt, die zwei Jahre lang privat die Twitter-Kanäle des ZDFs betreuten und 2009 statt Ärger eine Festanstellung bekamen, über Wulffs AB-Nachricht bis zu der aktuellen Kony-Kampagne. Das Ziel der Social Media Punch Seite ist es, aktuelle Shitstorms sowie die der vergangenen Jahre aufzuarbeiten und nachträglich herauszufiltern, wie es dazu kam, wer beteiligt war und vor allem, welche Auswirkungen sie im Netz und über die ,Online-Welt‘ hinaus hatten und haben. Jeder User, der sich für den Social Media Punch interessiert, hat die Möglichkeit, eigene Artikel zu den vorgegebenen Themen auf der Seite einzureichen.

Shitstorms – die negativ geladene Version des Mitmach-Web

„Das Internet ist erwachsen geworden (…), aber einige derjenigen, die es mit Inhalten füllen, sind pubertär geblieben“, schreibt das Handelsblatt in seiner Wochenendausgabe vom 13. April diesen Jahres. Oder anders gesagt: Das Internet ist in der realen Welt angekommen. Als der Philosoph Vilém Flusser einst warnte, die Technik sei zu wichtig, um sie nur den Technikern zu überlassen, lag er damit nie so richtig wie heute. Denn das Netz ist schon lange keine reine Freizeitbeschäftigung mehr oder ein Platz für Technik-Freaks und/oder Nerds. Negativkommentare oder gar online Hetz-Kampagnen sind nicht mehr so unschuldig zu bewerten wie zur Anfangszeit des Internets. Im Gegenteil: sie können einen großen Einfluss haben und das Ansehen öffentlicher Personen immens beinträchtigen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele der Beschimpfungen anonym veröffentlicht werden.

Dieses Phänomen wird durch nichts besser verdeutlicht, als durch den Anglizismus des "Shitstorm". Wer sich aktuell durch die Online-Welt bewegt und aktiv Social Media betreibt, wird früher oder später, gewollt oder ungewollt, Bekanntschaft mit genau dieser, ganz besonderen, Form der User-Feedbacks machen. Shitstorm meint eine große Welle an Negativkommentaren, die sich durch alle Social Media Kanäle zieht und für Unternehmen oder Projekte in zahlreichen Fällen in einem beträchtlichen Imageschaden münden kann. Ebenso verhält es sich bei Social Web Eskapaden einzelner öffentlicher Personen oder Gruppen, die, durch zweifelhafte oder einfach nur provokante, beziehungsweise kontroverse Verhaltensweisen oder Äußerungen, in die Ungnade der Online-Gemeinde fallen. Im Netz kann jeder eine Meinung haben und diese auch kundtun, was zunächst natürlich nichts bedenkliches ist, durch die Möglichkeit der Anonymität jedoch zum Selbstläufer werden kann. “Soziale Hemmungen, Kontrollen und Hürden werden durch die anonyme Art des Miteinanders abgebaut. Das lässt sich tagtäglich in Foren und Blog-Anhängen erkennen” (Sven Prange und Oliver Stock/Handelsblatt).

Ein aktuelles Beispiel für die Auswirkungen der Shitstorms bietet Sven Regener, Buchautor und Sänger der Band Element of Crime, der sich aktuell komplett aus der Öffentlichkeit zurück gezogen hat. Regener bezog Anfang des Jahres Stellung zur Urheberrechts-Debatte und hat vehement für seine Rechte an seinem Werk geworben. Das löste innerhalb kürzester Zeit eine Welle an Protesten und Negativkommentaren aus; Regener musste sich sogar dem Vorwurf stellen, seine Einstellung sei faschistisch (Forum T-Online). Ähnlich verhielt es sich im Fall der Umweltorganisation WWF: Im Juli 2011 kritisierte die ARD-Reportage „Der Pakt mit dem Panda“ die Organisation heftig – die Folge waren Unmengen an Negativkommentaren und Hass-Tiraden auf der WWF facebook-Seite. Da WWF nicht ausreichend auf diese Reaktionen vorbereitet war und die Kommentare entweder ignoriert oder nur unzulänglich beantwortet hat, war das Ergebnis ein drastischer Imageverlust. Mittlerweile gibt es erste Versuche, eine Regelung einzuführen: Facebook gibt etwa klare Namen vor, andere haben ein Identifizierungsverfahren entwickelt. Bisher lassen diese sich jedoch noch ohne weiteres aushebeln. Oftmals beruhigt sich die virtuelle Wetterlage nach den Shitstorms innerhalb einiger Wochen wieder, doch das Web vergisst ja bekanntlich nie…

Power to the (online) People – die Highlights als Timeline

Ob Aufreger, Aufrüttler oder Aufmunterer: Massenbewegungen im Netz sind aus unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Hat der Schwarm sich einmal in Bewegung gesetzt haben sogar selbsternannte Web-Experten ihre Schwierigkeiten ihm Einhalt zu gebieten. Um so interessanter ist es, sich einmal mit etwas Abstand die jeweiligen Aktionen, Themen und Hintergründe anschauen. Auf Socialmediapunch.de bildet eine (gewissermaßen Meta-)Social Media Timeline die Highlights der letzten Jahre ab und lädt ein zum stöbern, recherchieren und aufdecken.

Artikel kaufen

Bürgerjournalismus - Erfolgreiche Beispiele contra mangelnde Akzeptanz

Dank Web 2.0 ist der User schon lange nicht mehr bloßer Rezipient - er kann auch aktiv als Sender und Ersteller von Inhalten in Erscheinung treten, ganz egal an welchem Ort er sich befindet. Ob per privaten Blog oder reinem Microjournalismus via Twitter: jeder ... mehr

Bürgerjournalismus - Erfolgreiche Beispiele contra mangelnde Akzeptanz

Dank Web 2.0 ist der User schon lange nicht mehr bloßer Rezipient - er kann auch aktiv als Sender und Ersteller von Inhalten in Erscheinung treten, ganz egal an welchem Ort er sich befindet. Ob per privaten Blog oder reinem Microjournalismus via Twitter: jeder hat heutzutage die Möglichkeit, interessante Dinge des Lebens zu dokumentieren und darüber zu berichten.
So sind es nicht mehr nur die Journalisten und Redakteure von Zeitungen, denen Gehör geschenkt wird, sondern auch ganz normalen Menschen ohne fundierte journalistische Ausbildung, die sich Tag für Tag im Aufmerksamkeitsradius der Allgemeinheit bewegen.
Ob nun Bürgerjournalisten oder Leserreporter - die Einbindung von den Menschen auf der Straße wird immer mehr zum festen Bestandteil von Zeitungen und Verlagen. Doch wie sieht es mit der Qualität dieser "bürgerlich aggregierten" Inhalte aus?

HuffingtonPost profitiert von Leserreportern

Die HuffingtonPost ist das erfolgreichste Beispiel für die Kombination aus festangestellten, bezahlten Journalisten und den sogenannten Bürgerreportern. 2005 von Arianna Huffington gegründet und im Februar 2011 für über 315 Millionen US-Dollar von AOL übernommen, konnte die HuffingtonPost erstmals im Juni desselben Jahres mit 35,5 Millionen eindeutigen Besuchern (Unique User) die New York Times in Sachen Online-Traffic überholen (33,6 Millionen UU, Quelle: Comscore). Der Grund für diesen Erfolg liegt zu einem Großteil bei den Bürgerreportern. Diese arbeiten meist unbezahlt und stellen täglich hunderte Artikel auf der Seite huffingtonpost.com ein. Die Themenvielfalt reicht dabei von politischen Ereignissen über Sport bis hin zu Spartenthemen wie Hochzeit oder Deko.

Bei diesem Modell profitieren beide Parteien: die HuffingtonPost hat durch die Bürgerreporter auf der einen Seite dauerhaft neue Inhalte, die zeitunabhängig und vor allem kostengünstig jeden Tag veröffentlich werden. Durch die rege Teilnahme werden des Öfteren auch exklusive Meldungen (sog. "Scoops") veröffentlicht, lange bevor die traditionelle Medien darüber berichten. Den Bürgerreportern hingegen wird eine Plattform mit enormer Reichweite geboten, auf denen sie sich durch ihre Texte und Artikel präsentieren und dadurch User und interessierte Leser auf ihre Seite lenken können. Neben den USA gibt es bereits Ableger der HuffingtonPost in England, Kanada und Frankreich. Arianna Huffington gab im Januar 2012 bekannt, dass man noch dieses Jahr auch in Deutschland starten wolle, ohne konkrete Ziele und Partner zu nennen.

Mangelnde Akzeptanz in Deutschland

Ob das Geschäftsmodell hierzulande ebenso erfolgreich werden wird wie in Übersee ist bisher fraglich. Zum einen natürlich, weil der deutsche Markt und damit auch die Zahl der vorhandenen, in Frage kommenden Bürgerreporter um einiges geringer ist als in Amerika. Auch wenn es in Deutschland eine Hand voll Möglichkeiten gibt, Inhalte als Leser einzubringen (z.B. als Leserreporter der BILD), so richtig akzeptiert scheint der Bürgerjournalismus noch nicht so sein. Einer oftmals zitierter großer Kritikpunkt sein die fehlenden journalistischen Fundamente der Bürger, die man ohne eine entsprechende Ausbildung nur schwer erlangt. Werner D’Inka, deutscher Journalist und Herausgeber der FAZ, brachte 2010 bei einem Kongress zum Bürgerjournalismus den Vergleich, dass man auch keine Häuser von einem Bürgerarchitekten bauen lassen würde. Hierbei ist ein deutliches Umdenken von Nöten.
Der Bürgerjournalismus soll nicht den alt bewährten Qualitätsjournalismus verdrängen oder ersetzen, denn auf Dauer würden die teils großen, teils geringen Unterschiede in Sachen Fertigkeiten und journalistischen Handeln deutlich. Die von Bürgerreporter erbrachten Inhalten sollten viel mehr als Ergänzung zum eigentlich Content dienen und diesen mit Zusatzinformationen anreichern. Schließlich sind die Bürger die Menschen auf der Straße - und damit deutlich näher an der Zielgruppe, als die berichtenden Redakteure in den Verlagshäusern.

Ein unerforschtes Gebiet, bei dem Aufklärungsbedarf besteht

Neben der mangelnden Akzeptanz fehlt es aktuell zudem noch an einem funktionierenden Bezahlsystem, um qualitativ hochwertigen Bürgerjournalismus dauerhaft fördern und dadurch attraktiv gestalten zu können. Dies trifft sowohl für den deutschen, als auch amerikanischen Markt zu. Durch eine entsprechende Bezahlung würden Inhalte von Bürgerreportern einen neuen Stellenwert bekommen und ebenso an Ansehen gewinnen, da es dadurch mehr als kostenlose Arbeit wäre. Ebenso umginge man damit Klagen wie die des Publizisten Jonathan Tasini. Dieser verklagte die HuffingtonPost auf über 115 Millionen-Dollar Schadensersatz, weil er für seine bis Dato 216 Artikel kein Geld bekommen hatte und sich die Seite aufgrund der hohen Werbeeinnahmen an seinen Inhalten bereicherte habe, ohne etwas davon abzugeben. Auch wenn das Urteil nach wie vor aussteht, dieses Beispiel zeigt deutlich, dass es der Bürgerjournalismus ein Gebiet ist, bei dem (Auf-)klärungsbedarf herrscht.

Artikel kaufen

Von Wikis und Whistleblowing: wie Journalisten die Intelligenz der Masse für sich nutzen

Nicht nur die Wikipedia ist willkommenes Erst-Recherche Tool für viele Journalisten. Zaghaft wächst auch das grundlegende Verständnis für Schwarm-Phänomene. Deutsche Redaktionen nehmen die Wikis inzwischen nicht nur als Informationsquelle, sondern auch ...  mehr

Von Wikis und Whistleblowing: wie Journalisten die Intelligenz der Masse für sich nutzen

Nicht nur die Wikipedia ist willkommenes Erst-Recherche Tool für viele Journalisten. Zaghaft wächst auch das grundlegende Verständnis für Schwarm-Phänomene. Deutsche Redaktionen nehmen die Wikis inzwischen nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als Tool zur Leserbindung wahr. Im Umkehrschluss bringt die Medien-Berichterstattung neue Nutzer auf die Online-Plattformen.
Die Rahmenbedingungen des Informationsflusses haben sich in unserem Informationszeitalter drastisch geändert. Wohin bewegt sich also der Schwarm? Und schafft es die Crowd eine Brücke zu schlagen zwischen Netzgemeinde und klassichen Medien?

Guttenplag, Wulffplag & Co.

Der Wegbereiter war das Aufdeckungs-Wiki GuttenPlag. Insbesondere der ‘interaktive Guttenberg Report’, der die Dissertation graphisch nach dem Farbmuster weiß, hellrot oder dunkelrot aufgearbeitet hat, fand großen Anklang. Und nach dem etwas weniger prominenten Nachfolger ‘Vroni-Plag’ haben Nutzer nun unter de.wulffplag.wikia.com auch die Verfehlungen unseres mittlerweile Ex-Bundespräsidenten gesammelt. Ein Vergleich in Zahlen: Im Februar 2011 schaffte die GuttenPlag Seite bis zu zwei Millionen tägliche Seitenaufrufe. Ungefähr 130.000 Seitenaufrufe verzeichnete das WulffPlag am besucherstärksten Tag im Januar diesen Jahres. Derzeit dürften die Zahlen sich bei eingen wenigen Tausend eingependelt haben.
Selbst wenn das WulffPlag-Wiki nicht so massiv zum Sturz des Betreffenden beigetragen hat wie beim ehemaligen Verteidigungsminister, hat sich hier mittlerweile einiges angesammelt. Unter anderem haben die Nutzer Wulffs Anruf auf der Mailbox von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann rekonstruiert und damit weite Wellen geschlagen. Denn an den Ergebnissen des Wulffplags haben sich letztlich auch renommierte Redaktionen bedient.

Whistleblowing im großen Stil - Leaking Plattformen

Einen etwas anders gearteten Weg gehen Leaking Pattformen. Was früher als Industriespionage mitunter hart bestraft wurde, ist heute fast schon schick. Über Plattformen wie WikiLeaks werden geheime Dokumente der breiten Masse zugänglich gemacht. Wikileaks-Gründer Julian Assange proklamiert damit eine totale Transparenz als Gegenmittel zu Unterdrückung. “Wikileaks ist ein unzensierbares Wiki für die massenhafte und nicht auf den Absender zurückzuführende Veröffentlichung und Analyse von geheimen Dokumenten,“ heißt es auf den eigenen Seiten.
Datenlecks, juristische Auseinandersetzungen und Geldnot haben die Plattform in ihrer Handlungsfähigkeit allerdings inzwischen massiv eingeschränkt. Und ‘OpenLeaks’, ein Projekt des ehemaligen WikiLeaks Sprecher Daniel Domscheit-Berg befindet sich noch mehr oder weniger im Aufbau. Grund ist laut eigenen Aussagen unter anderem die Sorge um sensible Daten und ausreichenden Quellen-Schutz. Denn auch wenn die Briefkästen selbst anonym sind - sobald Dokumente an die Redaktionen weitergespielt werden, muss auch hier Vertraulichkeit gewährleistet sein. OpenLeaks plädiert unter anderem dafür, Journalisten aktiv im Hinblick auf PC Sicherheit und den umsichtigen Umgang mit zugelieferten Dokumenten zu schulen.

Einige Grundregeln für die journalistische Wiki-Nutzung

Egal ob Wikipedia, Wikileaks oder die Plag-Familie. Das Wiki-Modell bietet zwar vollkommen neue Recherche-Grundlagen für Journalisten, verleitet auf der anderen Seite aber auch zum ungefilterten Übernehmen der kollaborativen Inhalte.[1] Ein Paar Grundregeln sollten also beachtet werden.
Grundregel eins: besser noch einmal nachrpüfen. Was hier zunächst banal und logisch klingt wird leider in der Praxis oft übersehen - oder fällt schlichtweg dem Zeitdruck zum Opfer. Grundregel zwei: Auch Transparenz ist bei der Nutzung von Wiki-Inhalten für Journalisten unerlässlich. Wer steckt hinter dem Wiki, und vor allen Dingen: was treibt ihn an? Journalisten müssen sich sicher in Online-Umgebungen bewegen können, hinterfragen, nachforschen und Zusammenhänge aufdecken. Dabei können Wikis sowohl helfen, aber auch die Wiki-Nutzung selbst sollte diesen Nutzungskriterien unterliegen. Womit wir schon bei Grundregel drei wären: Wikis sind demokratische Konstrukte und stellen meist keine zentrale Kontaktperson in den Vordergrund. Zudem ist es selbstverständlich für Plattformen und Nutzer, dass Zulieferer geschützt und Synonyme verwendet werden. Dessen müssen sich Redaktionen schlicht bewusst sein. Technisches und fachliches Verständnis müssen geschärft werden und Journalisten sich an den Umgang mit Wikis gewöhnen.

Die symbiotische Beziehung von Crowd und Redakteuren

Inzwischen nutzen auch immer mehr Medienhäuser die Schwarmintelligenz intern für sich. Crowdsourcing ist dabei zwar kein Allheilmittel, aber zum Beispiel ideal für Aufgaben solchen Umfangs, dass sie rein kapazitär nicht gestemmt werden könnten (z.B. das Durcharbeiten einer kompletten Doktorarbeit binnen weniger Tage). Die Crowd sollte allerdings eine gewisse Grund-Motivation mitbringen (beispielsweise jemanden zu stürzen, den man nicht mag).
Ein positiv Beispiel für eine gelungene, redaktionsgesteuerte Crowdsourcing Aktion ist das Guardian-Projekt ‘MPs Expenses’. Die britische Zeitung stellte im Jahr 2009 die vom Parlament offen gelegten Spesenabrechnungen der Abgeordneten online und fordete die Leser auf, die Dokumente zu prüfen. Per ‘Investigate this’ Button konnte auf etwaige Unstimmigkeiten aufmerksam gemacht werden. So fand sich rasch ein Abgeordneter, der 1.600 Britische Pfund für eine schwimmende Entenbehausung auf dem heimischen Teich abzusetzen versuchte. Beispiele wie diese sind der Kern eines neuen, investigativen Journalismus. Redaktionen müssen Geschichten suchen in den umfangreichen Rohdaten. Dabei kann die Crowd helfen. Journalisten verifizieren, stellen Nachvolziehbarkeit her und bereiten die Geschichten auf.
Und auch von Seiten der in Deutschland aktiven Plagiatsjäger nähert man sich den Redaktionen an: Zeitgleich mit dem Wiederauftreten zu Guttenbergs in der Öffentlichkeit machte man sich erneut ans Werk und kontrollierte ein älteres Dokument aus dem Jahr 2004. Die Ergebnisse wurden später - in enger Abstimmung mit der Welt am Sonntag - unter dem Namen ‘Guttenberg-2004’ veröffentlicht.

Anonyme Briefkästen in den Online-Redaktionen

Viele Redaktionen haben im Anschluss an den WikiLeaks Erfolg eigene anonyme Briefkästen als festes Element ihrer Online Angebote eingerichtet - so zum Beispiel derwesten-recherche.org von der WAZ. Und auch die ARD steuert mit der Einrichtung eines eigenen Content Centers in eine ähnliche Richtung. Doch die reine Bereitstellung ist nicht alles. Journalisten müssen auch die Funktionsweise und den Antrieb der Crowd verstehen lernen, Nutzern das Gefühl vermitteln, dass sie ein gemeinsames Ziel verfolgen und dabei trotzdem - insbesondere bei brisanten Themen und Zulieferungen - in ihrer Identität als Informationsgeber geschützt bleiben. Anders ausgedrückt: Nur wer seine Leser professionell und mit Respekt behandelt, dem werden sie freiwillig die so wertvollen Informationen zustecken.

[1] So hatte sich in der Wikipedia kurzzeitig ein ‚Wilhelm’ in den vollständigen Namen Karl Theodor zu Guttenbergs gemogelt, wurde noch vor Korrektur von diversen rennomiereten Medien wie dem Spiegel übernommen und landete auf diese Weise wieder – dank ernstzunehmender Quelle – in der Wikipedia. http://www.bildblog.de/5704/wie-ich-freiherr-von-guttenberg-zu-wilhelm-machte/

Artikel kaufen

Pay as you read? Alternative Finanzierungsformen für redaktionelle Inhalte

Sinkende Absatzzahlen, schrumpfende Werbeeinnahmen und obendrein Kleinanzeigen, die immer mehr auf die entsprechenden Online Portale abwandern: Die Finanzierungsgrundlagen für unabhängig Journalismus sind zwar noch lange ...  mehr

Pay as you read? Alternative Finanzierungsformen für redaktionelle Inhalte

Sinkende Absatzzahlen, schrumpfende Werbeeinnahmen und obendrein Kleinanzeigen, die immer mehr auf die entsprechenden Online Portale abwandern: Die Finanzierungsgrundlagen für unabhängig Journalismus sind zwar noch lange nicht versiegt, schwächeln aber gewaltig. Als Folge dessen haben die Redaktionen mit massiver Resourcenknappheit zu kämpfen und insbesondere für Nischenthemen bleibt wenig Raum und noch weniger Budget. Umso dankbarer wird jede Hoffnung auf alternative Finanzierung entgegengenommen. Dabei spielt seit einiger Zeit auch immer wieder das Thema Crowdfunding, also die nutzergetriebene Finanzierung von Inhalten eine Rolle.
Während Euphoristen das Modell schon als Ablösung der GEZ Gebühr handeln, wird es von den meisten Medienschaffenden zwar befürwortet, jedoch noch verhalten betrachtet. Welche Beispiele und Tools gibt es also und welche realen Zukunftschancen verbergen sich hinter den schwarmfinanzierten News?

Demokratische Budgetvergabe statt Pauschal-Finanzierung

Neben dem generierten Kapital spielt natürlich die Involvierung der Leser eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Ehemals passive Informationsempfänger erhalten plötzlich eine Stimme und dürfen selbst enstcheiden, was sie lesenwert finden. Im Grunde existieren zwei unterscheidliche Modelle: Entweder werden bereits bestehende Inhalte honoriert, oder die Entstehung neuer ermöglicht (Vorfinanzierung). Diese überaus demokratische Vergabe der Budgets ist weitaus fokussierter als eine Pauschal-Finanzierung und unterstützt die Medienschaffenden zudem dabei, herauszufinden welche Inhalte wirklich gefragt sind. Als Gegenleistung winkt für den Nutzer die ersehnte Reportage oder eben das gute Gefühl, als wertvoll erachtete Inhalte unterstützt zu haben.
Reich wird dadurch zwar niemand, aber immerhin sind durch diese neuen Mechanismen schon Inhalte entstanden, die sonst den kappen Budgets zum Opfer gefallen wären. Fast schon legendär: Richard Gutjahrs Crowdfunding Aktion[1], mit der er Anfang 2011 seine Reise nach Kairo finanzierte, um von dort aus live vom Tahrir-Platz von den blutigen Unruhen und Protesten berichten zu können. 5000 Euro hat er zum Großteil über Flattr (knapp 1000 Euro) und Paypal (ca. 3000 Euro) sowie über einige kleinere TV und Hörfunkhonorare eingesammelt. Nach Abzug von Gebühren, Flug- und Hotelkosten, einer gestohlenen Kamera, Schmiergeldern in Höhe von immerhin 100 Euro und horrenden Daten- und Roamingkosten für die Live-Berichterstattung via Twitter & Co. ging Gutjahr nach eigenen Angaben Plus minus Null aus seinem Experiment. Er hat sich damit aber durchaus einen Namen gemacht und - viel wichtiger - bewiesen, dass schwarmfinanzierter Journalismus funktioniert. Denn mit der Reportage-Reise hat er nicht nur eine Lanze für Blogger, sondern auch für unabhängig finanzierten Journalismus gebrochen. Und auch wenn dieses Beispiel die neuen Finanzierungsoformen längst nicht massentauglich macht – es macht doch Mut und zeigt auf, dass unabhängiger, unmittelbar von den Lesern finanzierter Journalismus funktionieren kann. Prominente Nachahmer der Aktion gibt es bislang nicht wirklich, was vielleicht weniger fehlendem Mut oder Engagegement, als vielmehr der Tatsache geschuldet ist, dass die wenigsten Journalisten über eine so große Online-Followerschaft à la Richard Gutjahr verfügen.

Unabhängiger Journalismus in der USA

In den USA gibt es zwei interessante Projekte, die sich mit ähnlichen Themenfeldern beschäftigen. Spot.us beispielsweise ist eine Nonprofit-Organisation, die einen opensource Crowdsourcing (und Crowdfunding) Marktplatz für Reportagen betreibt. Unterstützt wurde das Projekt mit 340.000 Dollar aus der Knight Foundation. Nutzer können hier Themen vorschlagen, auf die Journalisten sich bewerben (in Form eines Pitch) oder Journalisten bieten von sich aus an, zu einem bestimmten Thema für eine Summe X zu schreiben. Die Preise variieren – beginnend bei wenigen hundert Dollar für kleinere bis hin zu einigen Tausend Dollar für umfassendere Reportagen. Fertiggestellte Inhalte werden unter einer Creative Commons Linzenz[2] vertrieben, sprich können kostenlos gelesen und verwendet werden. Gegen 50 Prozent des Beitragswerts können Medienunternehmen zudem (für eine begrenzte Zeit) das Copyright an einem Artikel erwerben. Spot.us hat einige namhafte Partner und Geldgeber im Rücken, so beispielsweise die New York Times, die sich mit Summen von bis zu 10.000 Dollar an einzelnen Reportagen beteiligt (so z.B. an einem Projekt über den pazifischen Müllteppich).
Ein weiteres Portal ist Emphas.is. Hier stellen Fotojournalisten ihre Projekte vor und lassen diese von der Community finanzieren. Die Unterstützer können den jeweiligen Projektfortschritt verfolgen und bekommen eine Gegenleistung für ihren Beitrag zur Umsetzung des Fotoprojekts. Ab einem Betrag von 10 Dollar ist man als Unterstützer dabei. Wenn die geplante Finanzierung nicht gelingen sollte, wird das eingesetzte Geld zurückerstattet. Emphas.is behält 15 Prozent der Einnahmen, wenn das Projekt vollständig finanziert wird. Die Projekte bewegen sich in der Regel zwischen 4.000 und 26.000 Dollar. Dafür werden Reise- und Materialkosten vom Unternehmen bezahlt. Obwohl diese Crowdfunding-Initiative relativ jung ist, wurden bereits siebzehn Projekte umgesetzt (Stand Februar 2012) und viele weitere warten noch auf Unterstützer. Etwas anders geartet, aber durchaus smart ist der Ansatz der Chi-town Daily News, einer lokalen News Site aus Chicago. Die Beitreiber haben begonnen, unter jedem Artikel die geschätzten Kosten für den Beitrag transparent zu machen und mit einer Bitte um Funding zu verbinden. Auf diese Weise erhoffen sich die Macher, die Warnehmung der Nutzer für den Wert von Newsbeiträgen zu schärfen. Die Kosten werden allerdings als Durchschnittswert (aus Gesamt-Ausgaben und Anzahl der Wörter im jeweiligen Beitrag) ermittelt, obwohl bei umfangreich recherchierten Artikeln der Wert genau genommen sehr viel höher sein müsste.

Freemium Modelle, Microdonations & Co.

Weitere Dienste, wie beispielweise Contenture, arbeiten mit Freemium-Modellen, die eine monatliche Gebühr erheben und zahlende Nutzer auf den Mitglieder Seiten mit kleinen Extras belohnen (gegenüber nicht-zahlenden versteht sich). Dies sind nur einige der internationalen Beispiele. Im deutschsprachigen Raum entsteht gerade mit Mediafunders eine Plattform, die ganz ähnliche Pläne hat, bislang jedoch noch nicht offiziell gestartet ist. Wer mag, der kann aber durchaus auf eine der ‘klassischen’ deutschen Crowdfunding Plattformen wie Startnext, VisionBakery oder Inkubato ausweichen. Alternativ zu den großen Plattformen können Inhalte auch mit diversen Buttons für Microdonations bestückt werden. Services wie Flattr, Payyattention oder Kachingle, sammeln dann beispielsweise Clicks und verteilen die Guthaben der spendenwilligen Nutzer am Monatsende nach diesem Muster auf die favorisierten Inhalte.
Egal ob eine der großen Plattformen, Microdonations, PayPal Spendenbutton oder etwa ‘Pay with a Tweet’ (letzteres bringt zwar kein Geld aber dafür Reichweite), die Finanzierung durch die Leser spült im besten Falle ein wenig Bugdet in die leeren Kassen und ist überdies ideal um auszumachen, welcher Content gut bei den Lesern ankommt. Denn die ein oder andere Nische ist vielleicht doch nicht so klein wie gedacht.

[1] http://gutjahr.biz/2011/03/kairo-bilanz
[2] Via Crowdfunding finanzierte Werke werden in der Regel unter einer ‘CreativeCommonsBY-ND3.0’ Lizenz veröffentlicht, welche die kostenlose Weiterverbreitung des Original Werkes unter Nennung der Urheber erlaubt.

Artikel kaufen

Fact-Checking: Für eine bessere Qualität im Journalismus

Die immer schneller werdende Verbreitungsgeschwindigkeit von Informationen ist eine der positiven Erscheinung, die dank der ausgefeilten Technik des 21. Jahrhunderts gefördert wurde und wird. Doch vor allem für Journalisten bedeutet diese Entwicklung, dass aufgrund des hohen, täglichen Nachrichtenstroms ...  mehr

Fact-Checking: Für eine bessere Qualität im Journalismus

Die immer schneller werdende Verbreitungsgeschwindigkeit von Informationen ist eine der positiven Erscheinung, die dank der ausgefeilten Technik des 21. Jahrhunderts gefördert wurde und wird. Doch vor allem für Journalisten bedeutet diese Entwicklung, dass aufgrund des hohen, täglichen Nachrichtenstroms immer mehr Informationen selektiert werden müssen, um auf deren Grundlage Artikel schreiben zu können. Das Thema Geschwindigkeit bestimmt auch einen anderen wesentlichen Faktor in der heutigen Nachrichtwelt: nur das Medium, dass als erstes die jeweilige Schlagzeile oder Exklusivmeldung bringt, wird die größte Aufmerksamkeit seitens der Leserschaft bekommen. Das bedeutet für den modernen Journalisten effektiv mehr Stress, da er sich nicht wie zu Printzeiten einen gewissen Spielraum bei der Publizierung erlauben kann.

Zu viel Input - zu wenig Zeit

Zu der sich daraus ergebenden Problematik äußerte sich Jeff Jarvis, US-amerikanischer Journalist und Professor, in dem Buch "Regret the Error" sehr treffend: "The dangerous reality is that today's journalists are required to do more with less". Heutige Journalisten haben oftmals keine Zeit, jeden Fakt beharrlich nach zu recherchieren. Zudem müssen Deadlines eingehalten werden und mehrere Artikel gleichzeitig abgeliefert werden. So verwundert es nicht, dass die Fehlerquote hinsichtlich falscher Informationen oder Zahlen steigt und steigen wird. Die Übernahme ganzer (Presse-)Meldungen, die von dpa und anderen Nachrichtenagenturen verschickt werden, ist zur Kompensierung des Zeitmangels ein oft genutztes Mittel. Werden an dieser Stelle bereits Fehlinformationen verwendet, kann es sich schnell zu einem Lauffeuer entwickeln und die berühmte Zeitungsente, gewollt oder ungewollt, in sämtlichen Medien veröffentlicht werden.

Bluewater Falschmeldung und zu Guttenbergs 11. Vorname

Dies wurde vor allem beim angeblichen Bluewater-Amoklauf deutlich: Am 10. September wollte Filmemacher Jan Henrik Stahlberg auf ungewöhnliche Art und Weise seinen Film "Short Cut to Hollywood" promoten. Er setzte mehrere Webseiten auf, darunter auch die des lokalen Fernsehsenders vpk-tv, der in Wirklichkeit nicht existiert. Auf der Startseite wurde eine Meldung zu einem Attentat in einem Restaurant in Bluewater platziert. Im nächsten Schritt rief ein Mitarbeiter Stahlbergs bei der dpa an und verwies dabei auf die "fingierte" Website des Lokalsenders. Um 9:38 Uhr gab die dpa bekannt: "In der kalifornischen Kleinstadt Bluewater soll es nach einem Bericht des örtlichen Senders vpk-tv zu einem Selbstmordanschlag gekommen sein. Es habe in einem Restaurant zwei Explosionen gegeben, berichtete der Sender. Die Polizei sei im Einsatz und habe das Restaurant evakuiert. Ob Menschen zu Schaden kamen, sei unklar. Das Restaurant wirkte auf ersten Bildern nicht zerstört. Die Täter wurden von dem Sender als arabisch-stämmig beschrieben." In einer zweiten Meldung wurde ein Feuerwehrmann aus Bluewater erwähnt, mit dem die dpa telefonisch gesprochen hatte und der das Attentat bestätigte. Jedoch war auch dieser Feuerwehrmann nur ein Mitarbeiter Stahlbergs, denn die ebenfalls gefälschte Homepage der Stadt Bluewater verwies mit zwei Telefonnummern an Polizei und Feuerwehr, die jedoch nicht vor Ort sondern bei Mitarbeitern des Filmemachers landeten. Erst um 10:06 Uhr gab die dpa bekannt, dass es sich bei der Meldung um eine Falschmeldung gehandelt hat. Während der Zeitraum, in dem diese Meldung kursierte, mit rund 20 Minuten gering scheint, sorgte es in der deutschen Medienwelt jedoch für einen solchen Hype, dass unter anderem die TAZ, welt.de und morgenpost.de die Meldung übernahmen.

Während man bei diesem Beispiel noch argumentieren könnte, dass es perfekt inszeniert schien, so wurde das mangelhafte Fact-Checking auch im Falle des ehemaligen Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg deutlich. Einen Abend bevor er im Februar 2009 als neuer Bundeswirtschaftsminister vorgestellt wurde, fügte ein unbekannter User auf Wikipedia den zusätzlichen Vornamen "Wilhelm" in den Namen von zu Guttenberg ein. Durchaus kann es bei einem langen Namen wie "Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg" vereinzelt zu Adaptionsfehlern kommen - aber der 11. Vorname schaffte es sogar auf die Titelseite der BILD-Zeitung sowie in die Online-Ausgaben von Handelsblatt.com, heute.de, rp-online.de als auch Spiegel Online.

Lösungsansätze für weniger Falschmeldungen und bessere Faktengenauigkeit

Während die beiden oben genannten Beispiele extreme Ausmaße genommen haben, gibt es weit mehr ungenaue Zahlen und Angaben in Online-Artikeln, die dem eifrigen Leser nicht weiter auffallen werden. Dennoch darf dies kein Dauerzustand sein, vor allem wenn es um den oftmals zitierten Qualitätsjournalismus geht. Wie also sehen die Lösungsansätze aus, um die heutige Technik effektiv gegen den Fehlerteufel einzusetzen?

Vor allem im englischsprachigen Raum gibt es bereits ein paar interessante Plattformen und Projekte, die beim Fact-Checking helfen bzw. als überprüfende Instanz dienlich sein sollen. Seiten wie Churnalism.com gleichen wiederum (englischsprachige) journalistische Texte mit Pressemitteilungen ab, um ‚copy & paste’ Täter zu überführen. Weitere Dienste nennen sich Report an Error Alliance, MediaBugs, NewsTrust oder Truthsquad. Report an Error Alliance ist, wie der Name bereits vermuten lässt, ein Zusammenschluss an Personen und Organisationen, die sich für die genaue Informationsangabe einsetzt. Ein interessanter Ansatzpunkt ist dabei der "Report an Error"-Button. Am Ende jedes Artikels neben den üblichen Teilen- oder Gefällt-Mir-Buttons platziert, können inhaltliche Fehler oder Ungenauigkeiten direkt an den entsprechenden Autor gesendet werden. Das Uni-Orientierungsmagazin "jetzt Uni&Job" der Süddeutschen Zeitung hat unter Jetzt.Sueddeutsche.de einen solchen Button bereits eingebaut.

Während bei diesem Modell die "Fehler-Behebung" in der Hand der jeweiligen Redaktion/ des Autors liegt, gehen Projekte wie MediaBugs ein Stück weiter vor. Auf der Seite können Fehler wie falsche Betitelungen oder Angaben in Artikeln, sogenannte Bugs, samt Richtigstellung und Quelle gepostet werden. Unterhalb des Bugs zeigt eine Historie an, ob der betreffende Autor bereits kontaktiert wurde und wie der jeweilige Stand ist. Beispielsweise wurde im Rahmen der Golden Globes im Januar 2012 in der New York Times fälschlicherweise die "Hollywood Foreign Press Agency" erwähnt, die in Wahrheit aber "Hollywood Foreign Press Association" heißt. Der Autor wurde daraufhin angeschrieben und der Fehler behoben. In Deutschland hat sich bis jetzt noch kein ähnlicher Service behaupten oder durchsetzen können. Dafür greift aber das von Stefan Niggemeier gegründete „Bildblog“ falsche Angaben und Ungenauigkeiten aller Medien auf und weißt in einzelnen Artikeln auf die Fehler hin.

Ganz egal ob hierzulande oder international: die Journalisten des 21. Jahrhunderts tun gut daran, die Crowd an sich Teil ihres Arbeitsprozesses werden zu lassen. Zum einen kann so die Fehlerquote gesenkt werden, zum anderen kann man als Journalist auch vom Wissen der Vielen profitieren und dadurch effektiv Zeit sparen. Konstante Faktengenauigkeit trotz schnelllebigen Informationszeitalters führt zu mehr Vertrauen in das jeweilige Medium - und letztendlich zurück zum guten alten Qualitätsjournalismus.

Artikel kaufen

Haben wir Sie überzeugt?
Dann melden Sie sich kostenlos an:

Jetzt kostenlos anmelden

DieRedaktion.de steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung. Registrieren Sie sich jetzt, in wenigen Schritten.

Jetzt registrieren

Wen findet man auf DieRedaktion.de?