Kriterien und Abläufe des Wettbewerbs zur Vergabe von Mini-Stipendien an
Freie Journalisten auf der Internet-Journalismusbörse „DieRedaktion.de“
Die Journalismus-Börse „DieRedaktion.de“ lobt insgesamt zwölf so genannte Mini-Stipendien aus, die sukzessive im Laufe der nächsten zwölf Monate (ohne kalendarische Strenge) an freie Journalisten vergeben werden. Den Preis erhalten freie Journalisten für einen besonderen und außergewöhnlichen Themenvorschlag, den bislang keine Redaktion und kein Verlag finanzieren wollte. Zulässig sind Themen aller Art und aus allen Ressorts.
Teilnehmen dürfen alle freien Journalisten, die auf der Journalistenplattform „DieRedaktion.de“ handlungs-und vertragsfähig registriert sind. Das heißt, sie haben den Nachweis der hauptberuflichen Tätigkeit erbracht und das PostIdent-Verfahren abgeschlossen.
Jeder Nutzer der Journalistenbörse kann sich nur einmal innerhalb von sechs Monaten bewerben. Ein Thema kann nicht ein zweites Mal eingereicht werden. Auch Gruppen von Journalisten wie beispielsweise Redaktionsbüros etc. dürfen sich bewerben. Diese Abstandspflicht gilt nicht für Gruppenbewerber, die zuvor als Einzelbewerber schon einmal angetreten sind - und umgekehrt. Die fertigen Beiträge sollten möglichst innerhalb von sechs Monaten nach Zusage des Stipendiums durch die Geschäftsführung der Journalismusbörse vorliegen. In begründeten Ausnahmefällen kann ein längerer Abgabezeitraum vereinbart werden.
Exposé: nicht mehr als eine Seite
Die Bewerbung erfolgt per E-Mail an stipendium@DieRedakion.de. Sie umfasst im Wesentlichen neben den nötigen Kontaktdaten ein Exposé, das eine Seite maximal nicht überschreiten darf - kürzer ist immer besser. Hilfreich für die Bewertung wäre, wenn die Bewerber ihr Profil auf der Journalismusbörse „DieRedaktion.de“ bereits ausgefüllt hätten. Dies erleichtert eine Entscheidung der Jury. Gleiches gilt für frühere journalistische Arbeiten, die auf der Plattform als Leseproben oder zur Zweitverwertung angeboten werden. Je mehr die Jury über die Arbeitsweise der Bewerber weiß, desto klarer fällt die Entscheidung der Juroren aus.
Die Umsetzung kann in Print ebenso erfolgen wie in online-Formaten, im Radio oder im Fernsehen oder in sonstigen, auch experimentellen Darstellungsformen.
Die Entscheidung, welche Bewerber den Preis erhalten, liegt allein in Händen einer Jury, die sich aus erfahrenen Journalisten zusammensetzt. Mitarbeiter der Deutschen Post oder deren Beauftragte haben keinen Zugang zu und kein Stimmrecht in dieser Jury. Auch erhält die Deutsche Post keinerlei Rechte an den umgesetzten Themen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Preisgeld: 4000 Euro – in zwei Tranchen
Das Preisgeld beträgt je Preisträger 4000 Euro. Die Vergabe wird über die Journalistenplattform DieRedaktion.de abgewickelt, und zwar in Form eines Auftrags der Deutschen Post an den Preisträger. Damit diese(r) an das volle Preisgeld gelangt, wird der Auftrag so vergeben, dass nach Abzug der Provision das vereinbarte Preisgeld übrig bleibt.
Die Jury tagt alle drei Monate, um jeweils drei Preisträger zu ermitteln. Sollte unter den eingereichten Vorschlägen keiner sein, der die Jury überzeugt, so ist sie frei darin, den Preis gar nicht zu vergeben (entsprechend: oder nur einen der zwei Preise zu vergeben).
Nach der Mitteilung der Jury an den Preisträger erhält dieser eine Vorauszahlung in Höhe von rd. 2300,- Euro, sobald diese(r) einen Rechercheplan aufgestellt hat. Die zweite Tranche in Höhe von rd. 2300,- Euro geht an den Preisträger, sobald sein Beitrag von der Jury abgenommen worden ist. Die Jury nimmt keinen Einfluss auf die Tendenz der Beiträge. Aber sie übernimmt eine Mentorenrolle für die Preisträger. Das heißt konkret: Die Jury darf den Preisträgern Vorschläge machen, soweit es die Verbesserung der journalistischen Qualität betrifft. Ob die Autoren diesen Vorschlägen folgen, ist allein deren Entscheidung. Sollte ein Beitrag der Preisträger trotz nachträglicher Bearbeitung nicht den Wertekriterien der Jury, entsprechen, erhält der Preisträger dennoch das volle Preisgeld.
Vermarktung der Beiträge: exklusiv über DieRedaktion.de
Die fertigen Beiträge werden auf der Journalistenplattform „DieRedaktion.de“ in besonderer Weise den Nutzern und potenziellen Käufern angeboten. Sollte die Jury einen fertigen Beitrag nicht abnehmen, so ist die Geschäftsführung der Journalismus-Börse frei in der Entscheidung, diesen Beitrag zu bewerben.
Die Betreiber der Journalismus-Börse werden die Preisträger und ihre Beiträge zudem in den Branchenmedien vorstellen.
Die Preisträger erhalten nicht nur das Preisgeld, sie behalten zudem sämtliche Lizenzen an ihrem Beitrag. Einzige Bedingung: Die Preisträger erklären sich damit einverstanden, dass sie jede Form der kommerziellen Weiterverwertung allein über die Plattform „DieRedaktion.de“ abwickeln. Sämtliche Honorare aus dem Verkauf der Siegerbeiträge gehen an die Preisträger (zusätzlich zum Preisgeld!), minus der aktuellen Provisionsregelung je Honorarzahlung für die Journalismus-Börse.