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AS Lizenzvorlage
Ein Mercedes vom anderen Stern
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Artikelnr.: 1952727240
Angeboten am: 27.01.2012
Umfang: 701 Wörter, 5.008 Zeichen, 0 Bilder
Die hat sich auch entwickelt, vom Blech-Teil zum vollintegrierten Schutz-Kühlungs-Leuchtenträger-Spoiler. Wird also der Kofferraum bald das Schicksal der Stoßstange erleiden?
Gewohnte Mercedes-Qualität steckt in Details. Die Ruhe in den Flächen wirkt elegant, die abfallende Linie in den Seiten so vertraut wie eine Unterschrift. Na ja, vorn steht zumindest noch immer der Stern.
Der steht am F125 auch für einen Mix aus Altbekanntem und Utopien. Zu den alten Bekannten zählen die Brennstoffzelle (emissionsfrei), die vier E-Motoren (wie im Elektro-Showcar SLS E-Cell) oder das Carbon in den Türen. So soll der "Sübermorgen" 1000 Kilometer weit kommen und kein CO 2 rauspusten.
Das allein wäre schon Zukunft genug, aber nicht für den F125. Hier beginnt die Utopie. Den Wasserstoff sollen poröse Feststoffkörper speichern, die auch die Bodenplatte bilden, den Strom liefern Lithium-Schwefel-Batterien. Beide Techniken haben bislang nur Laborreife und stecken nicht im Showcar.
Ein Gutes hat die Sportwagen- Silhouette: Die Räder strecken sich rekordverdächtige 3,33 Meter ausein ander (aktuelle S-Klasse: 3,04 Meter), das schafft auf exakt fünf Meter Länge (heute: 5,10) Platzverhältnisse wie in der jetzigen S-Klasse in Stretch-Version. Das Interieur besteht quasi nur aus Beinfreiheit und der neuesten Bildschirmtechnik. Auch innen entdecken wir Altbekanntes: Seide und Alcantara als Sitzbezug, helles Eschenholz und poliertes Aluminium für die Glanzeffekte und hinten rechts -unvermeidbar -der ausfahrbare Fernsehsessel für Managers Feierabend.
Fast schon Nierentisch-Idylle, würde nicht ringsum die Welt des Entertainments geradezu explodieren. Der Fahrer hockt vor einem hochauflösenden 3-D-Display, das sämtliche Informationen wie Hologramme darstellt. Rechts ein Touchpad, darüber ein Projektionsschirm, noch höher der Innenspiegel. Innenspiegel? Der ist natürlich auch ein Display, das die Bilder von den beiden Stereokameras im Heckfenster überträgt. Wie beruhigend, dass das Lenkrad ein Lenkrad bleibt, nostalgisch tief geschüsselt wie in den Straßenkreuzern der 50er.
Derweil übt sich der Chef hinten rechts in Gebärdensprache. Wieso? Der große Monitor rechts vorn kann angeblich auch mit Gesten gesteuert werden. Muss von draußen aussehen, als drehe man im Auto eine neue Folge von "Mr. Bean". Ob das funktioniert?
Womit wir wieder bei den Utopien wären, die der Pressetext gern in schmeichelnde Worte kleidet. "Remote Convenience" erlaubt es, den F125 vom PC oder Smartphone aus einzustellen oder vorzuheizen. Dieses schlaue Auto kann dank besserer Assistenzsysteme automatisch überholen, mit Verkehrsleitzentralen kommunizieren oder Rettungswagen erkennen, weit bevor der Fahrer sie sieht. Es ist halt ein Mercedes von einem anderen Stern. Aber wäre Mercedes dann noch Mercedes?
MERCEDES F125
Hybridantrieb, Brennstoffzelle und Lithium-Schwefel-Batterie, 10 kWh vier Elektromotoren Dauerleistung 170 kW (231 PS), Spitzenleistung 230 kW (313 PS) max. Drehmoment 550 Nm Allradantrieb Reifen 245/35 R 23 Gewicht circa 1700 kg 0-100 km/h 4,9 s pitze 220 km/h Verbrauch 0,79 kg Wasserstoff /100 km 0 g CO /km Wasserstoffspeicher 7,5 kg
FAZIT
Der F125 ist ein beeindruckendes Schaustück -für die Kompetenz von Mercedes und für den Glauben an die Luxuslimousine. Spitzentechnik, die den Stempel "Made in Germany" in die Welt trägt -wenn sie ohne Abstürze und Ärger funktioniert. Der Mercedes von morgen könnte mehr Wucht und Kante vertragen.
Gewohnte Mercedes-Qualität steckt in Details. Die Ruhe in den Flächen wirkt elegant, die abfallende Linie in den Seiten so vertraut wie eine Unterschrift. Na ja, vorn steht zumindest noch immer der Stern.
Der steht am F125 auch für einen Mix aus Altbekanntem und Utopien. Zu den alten Bekannten zählen die Brennstoffzelle (emissionsfrei), die vier E-Motoren (wie im Elektro-Showcar SLS E-Cell) oder das Carbon in den Türen. So soll der "Sübermorgen" 1000 Kilometer weit kommen und kein CO 2 rauspusten.
Das allein wäre schon Zukunft genug, aber nicht für den F125. Hier beginnt die Utopie. Den Wasserstoff sollen poröse Feststoffkörper speichern, die auch die Bodenplatte bilden, den Strom liefern Lithium-Schwefel-Batterien. Beide Techniken haben bislang nur Laborreife und stecken nicht im Showcar.
Ein Gutes hat die Sportwagen- Silhouette: Die Räder strecken sich rekordverdächtige 3,33 Meter ausein ander (aktuelle S-Klasse: 3,04 Meter), das schafft auf exakt fünf Meter Länge (heute: 5,10) Platzverhältnisse wie in der jetzigen S-Klasse in Stretch-Version. Das Interieur besteht quasi nur aus Beinfreiheit und der neuesten Bildschirmtechnik. Auch innen entdecken wir Altbekanntes: Seide und Alcantara als Sitzbezug, helles Eschenholz und poliertes Aluminium für die Glanzeffekte und hinten rechts -unvermeidbar -der ausfahrbare Fernsehsessel für Managers Feierabend.
Fast schon Nierentisch-Idylle, würde nicht ringsum die Welt des Entertainments geradezu explodieren. Der Fahrer hockt vor einem hochauflösenden 3-D-Display, das sämtliche Informationen wie Hologramme darstellt. Rechts ein Touchpad, darüber ein Projektionsschirm, noch höher der Innenspiegel. Innenspiegel? Der ist natürlich auch ein Display, das die Bilder von den beiden Stereokameras im Heckfenster überträgt. Wie beruhigend, dass das Lenkrad ein Lenkrad bleibt, nostalgisch tief geschüsselt wie in den Straßenkreuzern der 50er.
Derweil übt sich der Chef hinten rechts in Gebärdensprache. Wieso? Der große Monitor rechts vorn kann angeblich auch mit Gesten gesteuert werden. Muss von draußen aussehen, als drehe man im Auto eine neue Folge von "Mr. Bean". Ob das funktioniert?
Womit wir wieder bei den Utopien wären, die der Pressetext gern in schmeichelnde Worte kleidet. "Remote Convenience" erlaubt es, den F125 vom PC oder Smartphone aus einzustellen oder vorzuheizen. Dieses schlaue Auto kann dank besserer Assistenzsysteme automatisch überholen, mit Verkehrsleitzentralen kommunizieren oder Rettungswagen erkennen, weit bevor der Fahrer sie sieht. Es ist halt ein Mercedes von einem anderen Stern. Aber wäre Mercedes dann noch Mercedes?
MERCEDES F125
Hybridantrieb, Brennstoffzelle und Lithium-Schwefel-Batterie, 10 kWh vier Elektromotoren Dauerleistung 170 kW (231 PS), Spitzenleistung 230 kW (313 PS) max. Drehmoment 550 Nm Allradantrieb Reifen 245/35 R 23 Gewicht circa 1700 kg 0-100 km/h 4,9 s pitze 220 km/h Verbrauch 0,79 kg Wasserstoff /100 km 0 g CO /km Wasserstoffspeicher 7,5 kg
FAZIT
Der F125 ist ein beeindruckendes Schaustück -für die Kompetenz von Mercedes und für den Glauben an die Luxuslimousine. Spitzentechnik, die den Stempel "Made in Germany" in die Welt trägt -wenn sie ohne Abstürze und Ärger funktioniert. Der Mercedes von morgen könnte mehr Wucht und Kante vertragen.
