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Wo Katzen in den Himmel kommen
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Artikelnr.: 2090787016
Angeboten am: 05.03.2012
Umfang: 1.246 Wörter, 8.620 Zeichen, 0 Bilder
Tierbestattungen unterscheiden sich in nichts mehr von den Zeremonien für Menschen. Es gibt Särge, Urnen, Feuer- und Seebestattungen. Tierfriedhöfe und Krematorien finden sich im ganzen Land. Die Asche wird verstreut oder beigesetzt. In Köln ist die Einäscherung für 170 Euro zu haben, das auf vier Jahre angelegte "Hundereihengrab" kostet 450 Euro. Viele Halter nehmen die Urne mit nach Hause und stellen sie - manchmal mit Erinnerungsfoto - ins Regal.
Ist das bizarr oder eine kulturelle Errungenschaft? Für Klaus Büchner, Geschäftsführer des Portaleums, sind die Tierbestattungen nur ein angemessener Umgang mit angemessenen Gefühlen. "Ich hatte einen Foxterrier, den ich nach seinem Tod beim Tierarzt gelassen habe. Er kam in die Tierkörperbeseitigungsanstalt. Das tut mir heute noch weh." Wie Büchner geht es den meisten seiner Kunden. Familie Schade zum Beispiel erfuhr Ende letzten Jahres, dass ihr zwölfjähriger Mischling Benji ein unheilbares Herzleiden hat. "Uns war immer klar, dass wir Benji nicht begraben, sondern einäschern wollen. Ihn beim Tierarzt zu lassen, war für uns nie ein Thema." Als Benji verbrannt wurde, war die Familie zu Hause. Es gab eine kleine Zeremonie. Im Anschluss holten sie die Asche ihres Hundes ab. Seither steht die Urne auf einem kleinen Altar in der Wohnung.
Sehr beliebt im Portaleum ist die "Einzeleinäscherung mit Abschiednahme" (ab 120 Euro), wie ein Kunde es sich für seine Vogelspinne aussuchte: Ein Finanzbeamter brachte das Tier ins Portaleum und belegte lange einen der eigens eingerichteten Räume - um Abschied zu nehmen. Nach der Einäscherung trug er die kleine Urne mit nach Hause. Ein anderer Mann kam mit seinem toten Nymphensittich. Der Vogel starb mit 21 Jahren. Er war seinem Besitzer, heute ein Familienvater, als Kind geschenkt worden. Der nahm sich im Portaleum länger als eine halbe Stunde Zeit, um mit dem toten Sittich allein zu sein.
Die Abschiedsräume sind in hellen Farben eingerichtet - der eine in Flieder, der andere in warmem Rot. In die Türen sind kleine Fenster eingelassen - so können die Wartenden die Einäscherung verfolgen. Die Trauernden sollen sich ernst genommen fühlen. "Während sie von anderen zu hören kriegen, dass sie ums tote Tier nicht so ein Gewese machen sollen, haben wir Verständnis. Wir sind 24 Stunden rund um die Uhr erreichbar", sagt Büchner. Am günstigsten ist die Gemeinschaftseinäscherung. Ein Kleintier von unter einem Kilo - "die Asche wird auf der benachbarten Blumenwiese verstreut" - kostet 25 Euro. Bei der Einzeleinäscherung, ab 70 Euro, ist die preiswerteste Variante die Mitnahme der Asche in einer dekorierten Pappbox. Mithilfe eines nummerierten Schamottsteins können die Hinterbliebenen sichergehen, dass ihr Haustier tatsächlich einzeln kremiert wird: Der Stein wird mit gebrannt und liegt am Ende in der Asche - eine Verwechslung ist ausgeschlossen. Das Portaleum versteht sich zwar nicht als Tierfriedhof, die Urnen können trotzdem bestattet werden - in der klassischen Wand mit Blumengruß und Gedenkplatte oder unter einem Rosenstock mit Namensschild. Die Pflege übernehmen die Betreiber: Sie kümmern sich um die Rosen, die Blumenwiese, den Sternenteich für besondere Beisetzungen - und auch die Urnenwand.
Ist das bizarr oder eine kulturelle Errungenschaft? Für Klaus Büchner, Geschäftsführer des Portaleums, sind die Tierbestattungen nur ein angemessener Umgang mit angemessenen Gefühlen. "Ich hatte einen Foxterrier, den ich nach seinem Tod beim Tierarzt gelassen habe. Er kam in die Tierkörperbeseitigungsanstalt. Das tut mir heute noch weh." Wie Büchner geht es den meisten seiner Kunden. Familie Schade zum Beispiel erfuhr Ende letzten Jahres, dass ihr zwölfjähriger Mischling Benji ein unheilbares Herzleiden hat. "Uns war immer klar, dass wir Benji nicht begraben, sondern einäschern wollen. Ihn beim Tierarzt zu lassen, war für uns nie ein Thema." Als Benji verbrannt wurde, war die Familie zu Hause. Es gab eine kleine Zeremonie. Im Anschluss holten sie die Asche ihres Hundes ab. Seither steht die Urne auf einem kleinen Altar in der Wohnung.
Sehr beliebt im Portaleum ist die "Einzeleinäscherung mit Abschiednahme" (ab 120 Euro), wie ein Kunde es sich für seine Vogelspinne aussuchte: Ein Finanzbeamter brachte das Tier ins Portaleum und belegte lange einen der eigens eingerichteten Räume - um Abschied zu nehmen. Nach der Einäscherung trug er die kleine Urne mit nach Hause. Ein anderer Mann kam mit seinem toten Nymphensittich. Der Vogel starb mit 21 Jahren. Er war seinem Besitzer, heute ein Familienvater, als Kind geschenkt worden. Der nahm sich im Portaleum länger als eine halbe Stunde Zeit, um mit dem toten Sittich allein zu sein.
Die Abschiedsräume sind in hellen Farben eingerichtet - der eine in Flieder, der andere in warmem Rot. In die Türen sind kleine Fenster eingelassen - so können die Wartenden die Einäscherung verfolgen. Die Trauernden sollen sich ernst genommen fühlen. "Während sie von anderen zu hören kriegen, dass sie ums tote Tier nicht so ein Gewese machen sollen, haben wir Verständnis. Wir sind 24 Stunden rund um die Uhr erreichbar", sagt Büchner. Am günstigsten ist die Gemeinschaftseinäscherung. Ein Kleintier von unter einem Kilo - "die Asche wird auf der benachbarten Blumenwiese verstreut" - kostet 25 Euro. Bei der Einzeleinäscherung, ab 70 Euro, ist die preiswerteste Variante die Mitnahme der Asche in einer dekorierten Pappbox. Mithilfe eines nummerierten Schamottsteins können die Hinterbliebenen sichergehen, dass ihr Haustier tatsächlich einzeln kremiert wird: Der Stein wird mit gebrannt und liegt am Ende in der Asche - eine Verwechslung ist ausgeschlossen. Das Portaleum versteht sich zwar nicht als Tierfriedhof, die Urnen können trotzdem bestattet werden - in der klassischen Wand mit Blumengruß und Gedenkplatte oder unter einem Rosenstock mit Namensschild. Die Pflege übernehmen die Betreiber: Sie kümmern sich um die Rosen, die Blumenwiese, den Sternenteich für besondere Beisetzungen - und auch die Urnenwand.
