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Auto & Verkehr > Fahrberichte
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Mercedes greift BMW an

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Artikelnr.: 2534113480
Angeboten am: 12.03.2012
Umfang: 963 Wörter, 6.765 Zeichen, 0 Bilder
So wie diese beiden hier: BMW 520d Touring und Mercedes E 220 CDI T gehören zur Oberklasse, signalisieren souveräne Weltanschauung und - ganz wichtig -zeigen wahre Größe.

So viel kosten sie

Wer über 45 000 Euro in einen Kombi investiert, darf neben dem luxuriösen Auftritt auch Spitzentechnik und große Transportkapazitäten erwarten. Ging der erste Schlagabtausch zwischen den beiden handgeschalteten Kandidaten (AUTO BILD 32/2010) noch knapp zugunsten des Bayern aus, treten nun beide mit Automatikgetriebe an.

Eine fast selbstverständliche Wahl: Bei Mercedes geben 76 Prozent der Käufer eines 220 CDI T 2558,50 Euro zusätzlich für die 7G-Tronic Plus aus. Auch bei BMW kauft das Gros den Achtstufenautomaten von ZF (ab 2200 Euro Euro). Unterm Strich kommt der BMW wegen der günstigeren Anschaffung und längeren Wartungsintervalle (24 Monate statt jährlich) aber spürbar billiger. Der Verbrauchsvorteil wiederum liegt beim T-Modell. Schluckte der Mercedes mit manuellem Getriebe 0,4 Liter mehr als der handgeschaltete 5er, drehen sich die Verhältnisse beim Vergleich der Automatik-Versionen um: Mit 7,1 Litern liegt der Automatik-Zuschlag gleich 1,8 Liter über der BMW-Werksangabe und 0,3 Liter höher als beim Benz.

So viel bieten sie

Wenn das wichtigste Kombi-Kaufkriterium maximale Kofferraumgröße ist, führt kein Weg am Mercedes vorbei. Mit 695 bis fast 2000 Liter Stauvolumen übertrumpft das T-Modell den 5er Touring (560/1670 Liter) deutlich. Mit seinem größeren Passagier-Platzangebot, der höheren Zuladung (549 statt 483 Kilo) und dem besseren Raumgefühl baut der Benz seinen Vorsprung hier weiter aus. Vorteil BMW: Anders als die E-Klasse bietet der 5er eine separat zu öffnende Heckscheibe.

So fahren sie

Etwas stärker, etwas leichter, etwas schneller -der BMW-Motor ist zwar kleiner und wird nur von einer Turbine aufgepumpt, dennoch leistet er 14 PS mehr, und so fährt der 5er der Doppelturbo-E-Klasse davon. Entscheidender als das Tempoprestige sind aber die höhere Laufkultur und das noch geschmeidigere Getriebe des Bayern.

So erinnert der raue Vierzylinder-Selbstzünder des Mercedes stets an ein typisches Taxi. Beim starken Beschleunigen zeigt die Siebenstufen-Box deutlichen Wandlerschlupf -es ist halt kein Sportkombi, dieses T-Modell. Leider leistet es auch bei der Mercedes-Kernkompetenz Komfort nichts Überragendes. Auf schlechten Straßen reagiert die Vorderachse zu nervös und könnte feine Unebenheiten besser herausfiltern.

Der BMW fährt sich nicht nur agiler, sondern rollt auch weicher ab und schaltet flinker. Insgesamt läuft er kultivierter und wirkt besser gegen störende Verbrennungsgeräusche isoliert -nicht nur für einen Oberklasse-Kombi ein klares Plus.

Es sind darüber hinaus die kleinen Komfort-Nuancen, die für den BMW sprechen. Beispiel Navigation: Im 5er errechnet die Elektronik einen per Spracheingabe formulierten Routenwunsch in nur 42 Sekunden. Für die gleiche Aufgabe benötigt das Mercedes-System eine Minute und 13 Sekunden. Beispiel elektrische Heckklappe: Bei Mercedes ist der automatische Mechanismus zwar serienmäßig an Bord, braucht aber träge sechs Sekunden, bis sich der Deckel vollständig geöffnet hat. Der 5er gibt hier für 560 Euro extra mehr Gas und öffnet das Tor in 4,5 Sekunden. Und so was mag für den persönlichen "Lifestyle" durchaus entscheidend sein.

Kombi-König: Der Benz ist größer
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