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Heike Dommnich


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19.01.2013 , Heike Dommnich

Die Erdmedizin der Indianer und das indianische Horoskop

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Artikelnr.: 2682421448
Angeboten am: 02.05.2012
Umfang: 949 Wörter, 5.440 Zeichen, 0 Bilder
Das System der Erdmedizin ist eine Wissenschaft, die auf den Medizin-Lehren der nordamerikanischen indianischen Völker basiert. Es handelt sich dabei nicht um die Lehren eines bestimmten Stammes, sondern um die Essenz eines Wissens, von dem alle Völker durchdrungen sind. Das Wissen um die Erd-Medizin stattet den Menschen mit einer Karte und Hilfsmitteln aus, die ihm helfen, den für sich richtigen Weg zu gehen. Für die Indianer bedeutet „Medizin“ nicht etwa eine Substanz zum Einnehmen für Kranke oder Schwache. Medizin ist hier als Energie, als eine in der Natur vorkommende Lebenskraft zu verstehen. Dabei hat jeder Mensch sein eigenes Lebensenergiesystem.


Erdmedizin beruht auf den Beobachtungen der Natur

Grundlage für die indianischen Traditionen sind nicht ein Glaubenssystem oder die Auslegung von heiligen Schriften, wie in der westlichen oder islamischen Kultur, sondern das Wissen um die Lebensrhythmen der Natur. Die Schamanen lesen in den Kapiteln der Jahreszeiten, im Lauf von Sonne und Mond und in der Sprache der Pflanzen, Tiere und Vögel, kurz, sie lesen im Buch der Natur.


Wesentliche Unterschiede im Denken der westlichen und indianischen Kultur

Einen wesentlichen Unterschied gibt es zwischen dem Denken der Indianer und dem der westlichen Welt. Im Zeitalter des wissenschaftlichen Materialismus erforscht der moderne Mensch die Materie und das physische Universum. Dieses Denken schreibt allen Dingen einen physischen, materiellen  Ursprung zu. Die Menschen früher waren weniger an der Erforschung der Materie als an der des Geistes interessiert. Für sie war das Universum Geist. Die Dinge hatten keinen physischen, materiellen  Ursprung, sondern einen geistigen. Alles Stoffliche war manifestierter Geist. Dahinter steckt die simple Tatsache, dass alle Gedanken und Ideen nach Verwirklichung drängen. Die indianische Erdmedizin betrachtet die gesamte Natur als Prozess des Werdens, als ein Zum-Sein-Gelangen. Dieser Prozess ist für die Indianer kein materieller, sondern ein geistiger, spiritueller Vorgang, in einem Zustand ständigen Wandels. Alles was existiert, also zum Sein gelangte, hat einen Sinn und ein Ziel. Es ist bewusste Energie.


Das Medizinrad – symbolisches Modell für die Funktionsweise des Universalen Geistes

In der Erdmedizin wird das Jahr als Großer Kreis betrachtet, ohne Anfang und Ende. Die Unterteilung des Kreises erfolgt in vier von der Sonne bestimmte Jahreszeiten. Auch diese Jahresviertel wurden wieder geteilt, in je drei Abschnitte. Das Erdrad symbolisiert also zwölf Phasen, zwölf Möglichkeiten zur Kategorisierung. Es sind nicht nur zwölf Erdeinflußzeiten, sondern auch zwölf unterschiedliche Persönlichkeits-Masken, ähnlich wie die zwölf Sternzeichen in der Astrologie. Die Schamanen der Indianer erkannten, dass es  Ähnlichkeiten gibt zwischen den Naturkräften einer Jahreszeit und den Eigenschaften eines in dieser Zeit geborenen Menschen. Daraus ergibt sich das indianische Horoskop.
Ein Medizinrad konnte man sich jederzeit und an jedem Ort einfach aus Steinen legen. Die Steine symbolisierten bestimmte Punkte und Eigenschaften sowohl der äußeren als auch der geistigen oder spirituellen Welt. Man verwendete es also als Hilfsmittel, um bestimmte Zusammenhänge darzustellen.


Die Totems in der Erdmedizin

Alles, was die Schamanen verstehen wollten, leiteten sie aus der Natur ab.

Bisherige Veröffentlichungen

suite101.de (14.02.11)
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