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Kinder, Kunden, Karriere - Wie ein kleines Kieler Unternehmen mit großer Selbstverständlichkeit Familienfreundlichkeit praktiziert

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Artikelnr.: 2733670600
Angeboten am: 28.08.2012
Umfang: 1.162 Wörter, 6.674 Zeichen, 0 Bilder
Laut dem Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit der Bundesregierung unterstützen nur 15 Prozent aller Firmen ihre Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung – sei es finanziell oder etwa durch einen Tagesmutterservice –, nicht einmal drei Prozent bieten betriebliche Kinderbetreuung. Telearbeit gibt es bei 22 Prozent. 40 Prozent halten familienfreundliche Maßnahmen schlicht für nicht notwendig. Weil man das in Kiel anders sieht, werden die Kita-Gebühren übernommen und die Tagesmutter der Chefs betreut bei Bedarf die Kinder der Angestellten mit. Und es gibt flickenteppichartige Arbeitszeitmodelle, die es ermöglichen, dass die Mitarbeiter den Nachwuchs auch außerhalb des Büros sehen. Rudnicki etwa ist 24 Stunden an zwei langen und zwei halben Tagen da. Die Chefin selbst ist zwischen 15.45 und 21 Uhr nur in Ausnahmefällen erreichbar. „Ich bewerte die Leute nicht nach Anwesenheit, sondern danach, was sie beitragen“, sagt Boy. Anders als viele andere in der Branche setze man nicht auf „Präsentismus“.
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