Als die Briten "Made in Germany" diffamieren wollten
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Artikelnr.: 2951446728
Angeboten am: 24.08.2012
Umfang: 381 Wörter, 2.394 Zeichen, 1 Bild
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Made in Germany
Foto: Klaus J. Schwehn
Es war, um in der für Briten mehr als verständlichen Fußballersprache zu sprechen, ein klassisches Eigentor: Vor exakt 125 Jahren, Ende August 1887, verabschiedete London ein Handelsmarkengesetz, das zum inländischen Handelshindernis für Importware werden sollte. Es richtete sich ganz eindeutig in erster Linie gegen deutsche Produzenten und Exporteure, denen fortan auferlegt wurde, das Label „Made in Germany“ auf ihre Produkte zu schreiben, zu gravieren, einzuätzen. Die deutschen Waren wurden zwar nicht mit hohen Zöllen vom heimischen Markt ausgeschlossen, aber dem britischen Verbraucher sollte signalisiert werden, „Achtung, was Du hier kaufst, ist zwar billig – aber auch von minderer Qualität“. Doch der Schuss ging nach hinten los.