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Surfen für ein langes Leben - Social Media und smarte Technologien für das Leben im Alter

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Artikelnr.: 3010724040
Angeboten am: 29.09.2012
Umfang: 2.299 Wörter, 15.176 Zeichen, 0 Bilder
Surfen für ein langes Leben - Social Media und smarte Technologien für das Leben im Alter

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Die Anzahl älterer Onliner steigt und lässt das Durchschnittsalter von Facebook & Co. Deutlich steigen. Online-Marketing für die Generation 60+ wird damit auch für Unternehmen interessanter und die neuen Angebote zeigen, dass die Zeit des Experimentierens vorbei ist. Auch der Gesundheitmarkt profitiert davon und trägt mit smarten Technologien dazu bei, dass das Leben im Alter sicherer und komfortabler wird.

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Die aktuellen Zahlen zur Internetnutzung 50+ zeigen, dass immer mehr ältere Menschen den Eintritt in die digitale Gesellschaft vollzogen haben: Mit einem Zuwachs an 2,9 Prozentpunkten liegt der Anteil der Onliner 50+ jetzt bei exakt 52.5 Prozent und hat damit die magische 50-Prozent-Hürde überwunden. Allerdings ist die Internetnutzung nach Alter noch sehr unterschiedlich. Der höchste Anstieg in den Jahren 2001 bis 2011 lag nach Ergebnissen des aktuellen (N)Onliner Atlas 2011 bei der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen. Hier sind bereits mehr als 75 Prozent online.

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Mit 57,3 Prozent konnte auch die Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen deutlich zulegen. Wenig getan hat sich dagegen bei den über 70-Jährigen: Nur knapp jeder Vierte nutzt das Internet und die wenigsten planen bisher, dies zu ändern. Wer nur das Alter berücksichtigt, wird damit feststellen, dass sich der digitale Graben erfreulicherweise deutlich nach oben verschoben hat.

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Allerdings zeigen sich nach wie vor eklatante Unterschiede zwischen den Bundesländern. Insgesamt bilden die neuen Bundesländer weiterhin das Schlusslicht, wobei Sachsen-Anhalt mit einem Durchschnittswert von 74 Punkten weit abgeschlagen liegt. Die größten Zuwächse verzeichnen konnten Thüringen (Durchschnittswert 99) und Mecklenburg-Vorpommern (84). In den alten Bundesländern bildet das Saarland mit nur 82 Punkten das Schlusslicht, konnte gleichwohl in den letzten Jahren ebenfalls mit hohen Zuwachsraten aufwarten.

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Während sich insgesamt die Internetaffinität in den älteren Jahrgängen erhöht, scheint sich die Nicht-Nutzung bei den über 70-Jährigen weiter zu verfestigen. Hier sind nicht nur die Zuwachsraten enttäuschend niedrig, auch die Anzahl der Nutzungsplaner ist weiter zurück gegangen. Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man die Geschlechtszugehörigkeit hinzunimmt. Die aktuellen Statistiken der AGOV Internetfacts zeigen, dass der digitale Graben etwa bei 65 Jahren liegt. Mit 58,7 Prozent liegen die Männer in dieser Altersgruppe nach wie vor deutlich vor den Frauen (41,3 Prozent) und ab etwas 70 Jahren ist die Anzahl der Onlinerinnen weiterhin verschwindend gering. Diese Zahlen belegen einerseits die Bedeutung des Kohorteneffekts, da die Berufstätigkeit für Frauen dieser Generation noch die Ausnahme darstellte, zeigen im Positiven aber auch, dass der Gender-Gab insgesamt deutlich geringer geworden ist.

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70+: Individuelle Nutzen fehlt

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Vor allem aber scheint der konkrete Nutzen vielen Älteren nicht ersichtlich zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine aktuelle Studie des Züricher Zentrum für Gerontologie. In einer repräsentativen Umfrage, an der mehr als 1.000 Personen ab 65 Jahren teilnahmen, wurden die Teilnehmer nach ihrer Einstellung zu Technik und Internet befragt. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen nach Nutzung und Unterstützung im sozialen Bereich, altersabhängigen Nutzungsgewohnheiten und Präferenzen bezüglich von Lern- und Unterstützungsangeboten. Die Ergebnisse zeigten, dass E-Mail-Verkehr, Informationen von Ämtern und Behörden. Das Abrufen von Reiseinformationen und die Recherche zu Gesundheitsthemen für die meisten Älteren am interessantesten waren. Mit zunehmendem Alter werden dabei die neuen Medien nicht als Konkurrenz, sondern als sinnvolle Ergänzung herkömmlicher Medien (Zeitung, Zeitschriften, TV und Radio) gewertet. Obwohl die Mehrheit der Befragten der Meinung war, dass das Internet stärker von Älteren genutzt werden sollte (75 Prozent), gaben nur zwölf Prozent der Offliner an, dies auch tatsächlich in naher Zukunft tun zu wollen. Vor allem die "Kompliziertheit der Benutzung" (70 Prozent), der vermeintlich hohe Aufwand beim Erlernen von Internetkompetenzen und die Sorge um die Datensicherheit waren für die meisten Grund genug, sich nicht weiter mit dem Internet zu befassen.

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Bundesinitiative "Internet erfahren"

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Das könnte sich bald ändern. Mittlerweile gibt es zahlreiche Initiativen, die daraus ausgerichtet sind, die Internetaffinität Älterer zu erhöhen und Zugangsbarrieren abzubauen. Bereits 2009 startete das Ministerium für Wirtschaft und Energie die Initiative "Internet erfahren" und konnte gemeinsam mit unterschiedlichen Kooperationspartnern wie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und der Stiftung Digitale Chancen eine ganze Reihe von erfolgreichen Projekten initiieren. Beispiele sind die "Internetpaten", mit denen Patenschaften zwischen Netzerfahrenen und Nichtnutzerinnen gefördert werden, oder der Wettbewerb "Wege ins Netz", der bereits zum siebten Mal in Folge Projekte auszeichnet, die einen aktiven Beitrag zur digitalen Integration leisten. Auch auf Länderebene gibt es mittlerweile zahlreiche Initiativen wie beispielsweise das Online-Portal "Silver Surfer - Sicher online im Alter" mit dem das Land Rheinland-Pfalz Ältere beim Einstieg ins WWW unterstützt.

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Facebook in Weißgold

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