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Klaus J. Schwehn


Geschichte einer Nachrichtenagentur: Von ddp über dapd in die Pleite

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Artikelnr.: 3011002568
Angeboten am: 02.10.2012
Umfang: 589 Wörter, 3.745 Zeichen, 1 Bild
  • Briefkopf ddp aus 1979 Foto: Klaus J. Schwehn
„Die Nachrichtenagentur ddp hat neue Eigentümer. Sie gehört jetzt Peter Löw und Martin Vorderwülbecke“. Diese am 22. Januar 2009 vom Branchendienst Kressexpress verbreitete Meldung riss journalistische Insider nicht vom Hocker, den gewöhnlichen Pressekonsumenten schon gar nicht. Verkäufe, Insolvenz, neue Ansätze hatten in den vorausgegangenen Jahrzehnten diese Nachrichtenagentur, mit vollem Namen Deutscher Depeschendienst, immer wieder begleitet. Insider wurden dann aber doch hellhörig, als ddp elf Monate später den deutschen Dienst der amerikanischen Agentur Associated Press (ap) schluckte und sich fortan dapd nannte. Zu schlucken hatten dann keine drei Jahre später, Ende September 2012, genau 299 Mitarbeiter: Die dapd Nachrichtenagentur meldete sich zahlungsunfähig. Der Insolvenzverwalter ist bestellt, und so endet eine spannende, auch abenteuerliche und wechselvolle Geschichte auf dem deutschen Markt der Nachrichtenagenturen. Was auch ein bisschen journalistische Verödung bedeuten könnte.
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