Wenn der Dauerhusten eigentlich eine Sinusitis ist
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Artikelnr.: 3043541192
Angeboten am: 15.10.2012
Umfang: 337 Wörter, 2.229 Zeichen, 0 Bilder
(cc) Mit Dauerhusten ist nicht zu spaßen. Gerade jetzt nimmt die Zahl der Erkältungen wieder stetig zu. Wer länger als drei Wochen hustet, sollte zum Arzt gehen, um andere Erkrankungen ausschließen zu können. Denn oft steckt hinter dem Dauerhusten eigentlich eine Nasennebenhöhlenentzündung, die Sinusitis, erklärt der Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Steigt bei einer Grippe zudem vom 3 - 7. Tag wieder das Fieber an, sollte meist mit Antibiotika therapiert werden, empfehlen die Mediziner.
Die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) weisen darauf hin, dass ein sogenannter PCT Test durchgeführt werden sollte. "Mit dem PCT-Test lassen sich bakterielle Infekte der unteren Atemwege rascher und zuverlässiger als bisher identifizieren und gezielter behandeln", erläutert Prof. Dr. Tobias Welte, Direktor der Abteilung Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Diesen Test auf den Biomarker Procalcitonin kann man auch bei niedergelassenen Ärzten durchführen lassen. Er bietet Rückschlüsse auf eine bakterielle Infektion.
Bei viralen Erkrankungen sind Antibiotika meist nicht angezeigt und so kann aufgrund der viralen oder bakteriellen sich für das richtige Medikament oder Antibiotikum entschieden werden. Mithilfe des PCT-Tests wurde festgestellt, dass bei mehr als 42 Prozent der Erkrankungen kein Antibiotikum benötigt wird. So können sich die Patienten auch vor Antibiotika-Resistenzen schützen. Bei einem Wiederanstieg des Fiebers während einer Influenza muss jedoch meist von einer bakteriellen Superinfektion ausgegangen werden, die jedoch mit Antibiotika behandelt sollte, erklärt der Berufsverband der Kinderärzte. Sogar eine Lungenentzündung kann sich zur Grippe und dem Fieberanstieg dazugesellen. Dies betrifft besonders auch Kleinkinder.
Eine Sinusitis kann durch einen Husten verschleiert sein und wird meist mit Antibiotika behandelt, um schwerwiegende Folgeerkrankungen zu vermeiden, die sich auf innere Organe ausbreiten können. Der HNO überprüft meist schmerzlos und nicht invasiv mithilfe des Ultraschalls die Nasenneben- und Kieferhöhlen. Sind diese mit Eiter gefüllt, sind Antibiotika meist die erste Wahl. Wird die Erkrankung nicht richtig auskuriert, muss mit einem ständigen Aufflammen der Erkrankung gerechnet werden. Tees, schleimlösende Mittel und Nasensprays können unterstützend helfen, aber um Antibiotika kommt man in diesen Fällen meist nicht herum. Weitere Informationen bei: www.lungenaerzte-im-netz.de www.kinderaerzte-im-netz.de und www.hno-aerzte-im-netz.de