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Francoise Hauser


Ecuadorianisches Kinderspiel

Artikelnr.: 3043655880
Angeboten am: 22.10.2012
Umfang: 1.290 Wörter, 7.576 Zeichen, 4 Bilder
  • Meeresleguane sind ideal an die kargen Inseln angepasst Foto: Francoise Hauser
  • Am Tortuga-Strand lässt es sich nicht nur wunderbar entspannen - mit ein wenig Glück sind hier die Wasserschildkröten unterwegs, die ihm den Namen gaben Foto: Francoise Hauser
  • Blitzschnell schnappen die Pelikane auf dem Markt von Puerto Ayora den Fischern den Fang weg Foto: Francoise Hauser
  • Sicher der aufregenste Teil der Reise, zumindest für die jungen Teilnehmer: Seelöwen (fast) zu anfassen Foto: Francoise Hauser
Man muss dazu sagen: Galapagos ist kein Reiseziel, dass man sofort mit einer Familienreise assoziieren würde. Zum Beispiel, weil es so verboten weit im Pazifik liegt, dass es einem schon beim Blick auf die Karte ganz anders werden könnte: Nichts weiter als eine Handvoll Vulkane, die rund tausend Kilometer vor dem südamerikanischen Kontinent aus dem Meer ragen. Einsam und karg, über und über bedeckt mit krümeliger Lava, gerade so, als hätte sie erst gestern eine Eruption in die Weiten des Meeres gespuckt. In geologischen Dimensionen betrachtet ist diese Vorstellung gar nicht so falsch: Erst drei Millionen ist es her, dass sich hier die ersten Inseln aus dem Wasser hoben. Galapagos liegt auf einem so genannten "Hot Spot", einer Stelle, an der heiße Magmaströme aus der Tiefe aufsteigen. Weil die Inseln so jung sind und isoliert mitten im Pazifik liegen, gelten sie als gelebtes Lehrbuch der Evolutionstheorie: Hier lässt sich vortrefflich nachvollziehen, wie sich die angespülten und gestrandeten Tierarten an ihre Umgebung anpassten. So zumindest freuen sich die Biologen.

Für Kinder und Jugendliche ist Galapagos vor allem eines: Die Gelegenheit, all die Tiere zu sehen, die es zuhause oft nicht einmal im Zoo gibt. Wer hat schon je einen Blaufußtölpel getroffen oder einen Fregattvogel balzen sehen?

Rund 170.000 Touristen brechen jedes Jahr in staunende Ahs und Ohs aus, wenn ihnen die erste Echsen, Pinguine oder Pelikane furchtlos vor die Kamera watscheln, für Kinder jedoch ist es noch ein wenig wundersamer. Und weil die Tiere auf den Inseln kaum natürliche Feinde kennen, scheinen sie den Menschen kaum wahrzunehmen. Die Ermahnung, nie näher an die Tiere heranzutreten oder sie gar zu streicheln ist vor allem deshalb nötig, weil man es wirklich könnte.
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