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EUR 25,00 VHB Basilika Koblenz

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Andreas Rüdig


Die St. Kastor Basilika in Koblenz

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Artikelnr.: 3043688648
Angeboten am: 19.10.2012
Umfang: 1.154 Wörter, 6.661 Zeichen, 0 Bilder
 Die Vorläuferkirche der heutigen St. Kastor-Basilika wurde am 12. November 836 geweiht. Dies geht aus der von dem Chorbischof Thega verfaßten Lebensbeschreibung Kaiser Ludwigs des Frommen hervor. Da Koblenz zu dieser Zeit Königsgut ist, kann Ludwig der Fromme auch als Bauherr angesehen werden. Ausgrabungen belegen, daß der Platz, auf dem sich die Kirche befindet, lange Zeit für kultische Zwecke genutzt wurde. Im 1. Jahrhundert stand hier beispielsweise ein gallorömischer Umgangstempel. Spätestens zu Beginn des 7. Jahrhunderts gab es hier eine Memoria, um die sich ein christlicher Friedhof gruppierte.

Die erste, oben erwähnte Kirche war ein Saalbau mit rechteckigem Chorabschluß. Das Querhaus wurde dann wohl noch vor dem Jahre 800 angebaut; es enthielt eine halbkreisförmige Chorapsis. Im Rahmen dieses Erweiterungsbaues wurde auch die eben erwähnte Memoria mit einem Umgang oder einer Außenringkrypta an die Kirche angebunden. Die Anlage erhielt kurze Zeit später noch eine Rotunde. Die beiden Seitenschiffe wurden dann im 10. Jahrhundert angebaut. Die Kirche erhielt im 12. Jahrhundert ihre heutige Größe. Die zweite Weihe ist – nach umfangreichen Bauarbeiten – für den 27. Juli 1208 überliefert. Als in den Jahren 1496 bis 1499 ein spätgotisches Sterngewölbe eingebaut wurde, veränderte dies die Innenarchitektur doch stark. Das Sterngewölbe wurde in der Vierung und im Mittelschiff eingebaut, nachdem die Arme des Querbaues, die Seitenschiffe und das Chorquadrat schon früher eine Wölbung erhalten hatten. „Mit der Einwölbung hat die bis dahin flachgedeckte Kirche viel von ihrer Würde verloren,“ urteilt ein (schriftlicher) Führer durch die Kirche.

Im Laufe der Zeit fanden auch wichtige historische Ereignisse in der Koblenzer Kirche statt. Im Jahre 842 trafen sich dort 110 Bevollmächtigte der drei Söhne Ludwigs des Frommen, um über die Teilung des fränkischen Reiches zu beraten. Der entsprechende Vertrag wurde ein Jahr später in Verdun unterschrieben. Die Karolinger treffen sich im Juni 860 erneut in Koblenz, um Zwistigkeiten zu glätten. Kaiser Heinrich I sitzt im Jahre 922 in der Kastorkirche einer Bischofssynode vor. Das Jahre 1138 wird Konrad III von einer Fürstenversammlung zum deutschen Kaiser gewählt. Genau 200 Jahre später, also 1338, schließt Kaiser Ludwig der Bayer hier einen Freundschaftsvertrag mit dem englischen König Eduard III.

Bis zum Reichsdeputationshauptschluß 1803 war St. Kastoer ein Chorherrenstift mit einer Klosteranlage und einem Friedhof. Dieser Friedhof bestimmte auch die Gestaltung des Westwerks. Über dem Eingang gibt es eine Kapelle des hl. Michaels, des Geleiters der Toten, der auch das Motiv des 1963 errichteten Gefallenendenkmals in der Vorhalle ist. „Den das Westwerk beherrschenden Gedanken von den `letzten Dingen´ entspricht auch das Fenster der Westwand>: Der Weltenrichter mit dem aus dem Munde kommenden Schwert,“ berichtet der oben erwähnte Kirchenführer.

Nun sei noch ein Wort zur Ausstattung erlaubt.ö

Links und rechts vom Haupteingang stehen zwei spätbarocke Weißmamorfiguren aus dem 18. Jahrhundert. Sie sollen aus dem Koblenzer Schloß stammen und als Joachim und Anna, die Eltern der Gottesmutter, gedeutet werden.

Werfen wir zunächst einen Blick in das Mittelschiff. An den Wänden gibt es Figuren der vier großen Propheten des alten Bundes.
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