Münchner Galerie im Lenbachhaus wird im Sommer 2013 wiedereröffnet
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Angeboten am: 27.10.2012
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Die Schrägsicht macht deutlich, dass Norman Foster und sein Team den gesamten Trakt an der Rückseite neu gebaut und links einen Außenbereich geschaffen haben.
Foto: Lenbachhaus
Münchner Galerie im Lenbachhaus wird im Sommer 2013 wiedereröffnet
56 Millionen Euro für bis zu 400.000 Besucher pro Jahr
Äußerlich sieht alles schon ziemlich fertig aus, und die Bauarbeiten sind tatsächlich drinnen wie draußen seit September beendet. Aber bis die seit 2009 geschlossene Münchner Galerie im Lenbachhaus nach ihrer Grundsanierung wieder als Museum eröffnet, wird noch mehr als ein halbes Jahr vergehen.
Die Galerie im Münchner Lenbachhaus hat eine komplizierte Bausubstanz. Sie geht auf die Entstehungsgeschichte der Villa des Münchner Malerfürsten Franz von Lenbach in den Jahren 1887–1891 zurück. Gemeinsam mit seinem Architekten Gabriel von Seidl hatte Lenbach zunächst seinen Ateliertrakt errichtet, den heutigen Südflügel unmittelbar vor dem symbolischen Münchner Stadttor der Propyläen außerhalb der unter den Bayernkönigen Ludwig I. und Maximilian II. angelegten Stadt und in nächster Nähe zu den Kunstmuseumsgebäuden der Pinakotheken und der Glyptothek, unmittelbar an der königlichen Straße von der Münchner Residenz nach Schloss Nymphenburg.
Erst danach entstand ein paar Meter neben diesem Bau die an toskanischen Vorbildern orientierte Villa. 1926 wurde sie Städtische Galerie. Der Architekt Grässel errichtete dazu den Nordflügel. Irgendwann wurden auch die Villa und der Südflügel durch verschachtelte Gänge miteinander verbunden. 1972, zu Münchens Olympischen Spielen, folgte an der Südwestecke des Grundstücks ein Anbau ohne logische und übersichtliche Verbindung mit den bestehenden Bauten. Er wurde inzwischen abgerissen. Der britische Star-Architekt Lord Norman Foster hat ihn durch einen Neubau ersetzt. 2008 hatte der Münchner Stadtrat für den Um- und Teilneubau nach den Plänen von Foster + Partners 56,2 Millionen Euro bereitgestellt. Foster und sein Team haben zugleich die gesamte Anlage saniert.
Durch den Neubau läuft der neue barrierefreie Hauptzugang vom Museumsplatz vor den Propyläen und von der U-Bahn aus über einen Steg zwischen zwei erhalten gebliebenen Bäumen in den Neubaubereich. Der Vorplatz wurde neu mit Platten belegt; die alte Pflasterung hatte das Gütesiegel „barrierefrei“ nicht mehr bekommen. Der Plattensteg ruht auf vierzig 1,20 Meter tiefen Punktfundamenten von jeweils einem halben Durchmesser. So werden die Baumwurzeln rechts und links des Steges geschützt. Der Vorplatz geht in eine etwas erhöhte Restaurantterrasse über. Eine hüfthohe Eibenhecke, die diesen künftigen Treffpunkt zur Straße abgrenzt, ist schon gepflanzt – ebenso wie alle anderen Gehölze. Denn schon am 24. September mussten die Baufirmen das neue Lenbachhaus an den Bauherrn übergeben. Das halbe Jahr, das bis zur Wiedereröffnung noch vergehen wird, braucht das Museum zur Einregulierung der Technik und zur Aufstellung und Hängung der Kunstwerke.
Der Garten der Lenbach-Villa wird eine grüne Oase mitten in München werden
Die historische Villa, im Neubau freigestellt, bildet den Kern des Museums. Über den durch Franz von Lenbach eingerichteten Räumen hat sie im 2. Obergeschoss Räume für Schule und Bildung bekommen. Die barrierefrei erreichbaren Sammlungs- und Ausstellungsräume befinden sich nun klar gegliedert im 1. und im neuen 2. Obergeschoss. alten Vorbildern wieder hergestellt worden Der historische Garten im Zentrum der dreiflügligen Gebäudeanlage ist nach historischem Vorbild wieder angelegt worden.