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Die Mobilfunkbetreiber haben das M2M-Geschäft entdeckt. M2M-Serviceplattformen sind ihr Lösungsansatz.


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Martin Ortgies


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18.10.2012 , Martin Ortgies

Mobilfunkbetreiber setzen auf M2M-Serviceplattformen

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Artikelnr.: 3051733192
Angeboten am: 18.10.2012
Umfang: 1.132 Wörter, 8.369 Zeichen, 0 Bilder
Inzwischen haben praktisch alle größeren Telcos solche Plattformen eingerichtet, in Eigenregie oder in Kooperation: Strategische Allianzen und M2M-Roaming-Services gibt es beispielsweise zwischen Vodafone und Verizon sowie zwischen der Deutschen Telekom, France Telecom, TeliaSonera, Everything Everywhere und Sprint. NTT DoCoMo, SingTel, Telstra, KPN, Rogers, Vimpelcom und die spanische Telefonica S.A. kooperieren ebenfalls.


Die Deutsche Telekom sieht sich mit ihren M2M-Aktivitäten auch international führend. Zunächst erfolgte die Gründung des M2M-Kompetenz-Zentrums für Angebote von der reinen Datenübertragung bis hin zur Entwicklung und dem Betrieb komplexer Anwendungen. Weitere Schritte waren der Start eines großen Partnerprogramms (mit der ‚Global M2M Association' und einem M2M-Marktplatz) mit inzwischen 250 Partnern. Schließlich soll eine Developer Community die globale M2M-Strategie ergänzen. Als Services nennt die Telekom:
- M2M-Service-Portal: Damit steht Kunden eine Online-Steuerungszentrale zum Verwalten ihrer SIM-Karten zur Verfügung mit Leistungen wie: Service Level Agreements, Definition von individuellen Schwellenwerten je M2M SIM-Karte inkl. Alarm bei Überschreitung und Kontrolle über Verbindungen und Kosten. Kunden können definieren, welches Niveau an Qualitätsüberwachung, Alarmierung, Reaktionszeiten und Support sie für ihre individuelle M2M-Anwendung benötigen. Und dies sowohl national, als auch weltweit. Die Übertragung der Daten vom Mobilfunknetz über das Internet bis zu einem Tunnelendpunkt auf Kundenseite wird per Virtual Private Network (VPN) über einen geschützten IPSec-Tunnel realisiert.
- Die M2M Solution Factory soll als Partnernetzwerk von Fachspezialisten, Branchenführern und Kooperationspartnern unter einem Dach "schlüsselfertige" Lösungen mit Konnektivität, M2M-Modul, Managed Services etc. entwickeln und bereitstellen. Damit soll die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt werden.
- Die M2M Sales Factory soll bei der M2M-Produkteinführung einen flächendeckenden Vertrieb, eine professionelle Vermarktung oder Unterstützung bei der Kommunikationsstrategie liefern.


Der Wettbewerb nimmt zu
Nicht nur die Mobilfunkbetreiber haben den Bedarf einer zentralen Plattform erkannt, wo eine möglichst große Palette der M2M-Wertschöpfungskette abgebildet werden kann. Zwei Beispiele:
Fraunhofer FOKUS bietet, unterstützt durch die Technische Universität Berlin, mit OpenMTC eine neue M2M-Kommunikationsplattform an. Die Plattform unterstützt eine Vielzahl verschiedener Sensor- und Gerätetechnologien und lässt sich mit anderen Dienstplattformen wie z. B. IMS (IP Multimedia Subsystem) kombinieren. Der Fokus liegt auf einer Provider-übergreifenden und standardisierten Plattform, die auf den im Februar 2012 veröffentlichten ETSI TC M2M Spezifikationen TS 102.921 und TS 102.690 basiert. Die Architektur der Plattform beinhaltet eine Reihe von Funktionsblöcken (Service Capabilities), die sowohl von M2M-Gateways als auch von Netzwerkelementen im Rahmen eines "Service Capability Layers" implementiert werden. OpenMTC unterstützt zusätzlich standardisierte Schnittstellen, um auf virtuelle (z. B. Sensordaten) und physikalische Ressourcen (z. B. Geräte) zuzugreifen. Solche Ressourcen können entweder lokal verfügbar sein (z. B. innerhalb eines M2M-Gateways) oder netzwerkseitig durch Cloud-Technologien verfügbar gemacht werden.


Telit Wireless Solutions, einer der großen Anbieter von M2M-Modulen, hat mit ‚m2mAIR' einen neuen Geschäftsbereich gegründet, um Managed und Value Added Services inklusive Connectivity aus einer Hand anzubieten. Zu den Leistungen gehören Aspekte wie SIM-Management, Remote-Modulmanagement, Sicherheit, Reporting und Überwachung, SIM-Karten-Bereitstellung, verschiedene Tarifoptionen sowie Kundensupport. Eine umfassende Netzabdeckung soll durch die Kooperation mit Telefonica sichergestellt werden. Das Angebot richtet sich an M2M-Lösungsanbieter, die das neue Angebot mit Modul- und Subscriptions-Lifecycle-Management über eine Software-as-a-Service (SaaS)-Plattform nutzen können.

Bisherige Veröffentlichungen

NET, 09-2012
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